Freitag, 25. Juli

So gegen 18.00 Uhr rollen wir vom Hof. Weit kommen wir heute nicht mehr, deswegen steuern wir unseren Heimathafen, den Surfclub am Hooksmeer in Hooksiel an. Dort trifft man sich kurz auf einen – oder zwei? – Drinks und da ich nichts zum Essen vorbereitet habe, gibt es Suppe aus der Dose. Schmeckt auch mal ganz gut. Am nächsten Morgen wollten wir weiterfahren, die Staumeldungen vor Hamburg und die angekündigte Schlechtwetterfront veranlassen uns aber, noch eine weitere Nacht zu bleiben. Also wird gelesen und ein bisschen rumgedaddelt. Jens, der Platzwart, wünschte sich eine Aufnahme vom kompletten Platz mit Norberts Drohne. Möglichst aus 150 Meter Höhe. Norbert zögert, ich überrede ihn, der Wind ist stärker als die Drohne und sie landet im Baum. Gott sei Dank funktioniert sie noch. Es ist ihm aber nicht gelungen, den kompletten Platz aufzunehmen, sondern nur zweidrittel des Platzes. Hier ist das Ergebnis.

Stellplatzinfos:

Der Platz ist für Clubmitglieder, es werden aber Gäste aufgenommen. 10 € pro Nacht, plus 2,50 € Kurbeitrag. Strom: 2,50 €. Frischwasserversorgung, Kassettentanks können entleert werden.

Surfclub Hooksiel

Bäderstraße 319

26434 Wangerland

Sonntag, 27. Juli

Schon vor dem Frühstücken verlassen wir das Clubgelände in Hooksiel und fahren gen Hamburg. Unser Ziel ist Stöver Strand an der Elbe. Der Platz ist fantastisch, wir sind sehr angetan. Es ist ruhig, die Schiffe auf der Elbe bieten Abwechslung und wir stehen in der ersten Reihe, direkt am Wasser. Klasse! Heute Abend wird gegrillt. Bei dem Panorama – da kommt Freude auf!

Stellplatzinfos:

Stöver Strand International Kloodt

21423 Drage, Harburg

14 € pro Nacht, V + E vor dem Campingplatz

Dienstag, 28. Juli

Unser nächstes Ziel ist Wismar. Am Stellplatz dort angekommen, müssen wir feststellen, dass für uns leider kein Platz mehr frei ist. Wir hätten reservieren sollen, und eigentlich habe ich das auch gewusst – aber eben nicht gemacht. Wir weichen auf den gegenüberliegenden Platz am Yachthafen aus, denn dort stehen auch jede Menge Womos. Nachdem ich das Tagesticket gelöst habe, kommt der Hafenmeister und schickt uns weg, bevor die Polizei kommt und wir eine Anzeige bekommen würden. Also fahren wir weiter und stehen heute am

Wismarer Salzhaff.

Der Wind schüttelt uns richtig durch, im Haff finden sich viele Surfer und Kiter. Der Platz hat noch stellenweise den Charme der DDR, teilweise sind auf dem Campingplatz für Surfer und Kiter tolle Chalets entstanden, so dass man sich eher in Kroatien wähnt als an der Ostseeküste. Der Platz ist super für Kiter und Surfer, insbesondere weil hier ein ausgesprochenes Stehrevier zu finden ist. Der Stellplatz befindet sich vor dem Campingplatz, ist klein und überschaubar. Wir bleiben zwei Nächte. Fahren am zweiten Tag mit dem Fahrrad nach Rerik, einem beschaulichen Örtchen direkt am Wasser. Der Markplatz ist recht nett gestaltet. Auf der Rückfahrt werden wir leider wieder einmal nass, die Regentropfen prasseln uns so heftig ins Gesicht, dass es richtig schmerzt. Aber im Womo ist es schön kuschelig.

Surfer und Kiter in Aktion am Wismarer Salzhaff

Marktplatz in Rerik

Plötzlich ist der Ort zu Ende. Einmal über den Bauzaun geschaut, sehen wir, dass dieser Ort direkt am Strand von Rerik liegt, aber komplett verfallen ist. Militärgelände?

Stellplatzinfos:

Ostseecamping „Am Salzhaff“ Seeweg 1

18233 Pepelow

12 € pro Tag, Strom: 3,30 €, Nutzung Sanitär- und Waschcenter: 2 €, Extragebühr für Wasserverbrauch auf Duschkarten

Donnerstag, 30. Juli

Das heutige Ziel heißt Wittenbeck und ist schnell erreicht. Vom Womo aus schauen wir auf die sturmgepeitschte Ostsee. Heute Nachmittag werden wir mit „Molli „ einen der ältesten Dampfzüge nach Kühlungsborn fahren. Die Stadt ist voll, der Strand ist leer.

Stellplatzinfos:

Wittenbeck Stellplatz Steilküste

15 € pro Nacht, Strom 2 €. Der Platz ist zweigeteilt, im hinteren Teil gibt es keinen Strom. Dusche gegen Gebühr.

Freitag, 31 Juli

Unser heutiges Ziel ist Warnemünde bei Rostock. Dort soll es spannend sein, den vielen einlaufenden Kreuzfahrtschiffen und auch anderen großen Containerschiffen und den Seglern zuzuschauen. Norbert hat die Koordinaten eingegeben, und wir schaffen es auch fast dort hin zu kommen. Doch kurz vor dem Ziel stellen wir fest, dass wir uns auf die Spur für eine Fähre befinden. Wir können die Wohnmobile auf dem Stellplatz sehen, aber der Weg dorthin ist uns versperrt. Wir geben auf – und fahren auf den

Campingplatz Markgrafenheide

Hier gehören wir als Wohnmobilisten eigentlich nicht so richtig dazu, es ist ein Familiencampingplatz. Wir können aber unsere Wäsche waschen, endlich mal am Strand in der Sonne liegen, hervorragend essen und uns anschauen, wie schlau und flexibel und fix doch schon die ganz Kleinen unter uns sind. Leider wurde uns nur ein bestimmter Platz zugewiesen und wir stehen total im Schatten.

Campingplatz Markgrafenheide

Budentannenweg 2

18146 Markgrafenheide

37,80 € pro Nacht und Platz.

Sonntag, 2. August

Wir fahren nach zwei Nächten auf dem Campingplatz weiter und landen in Barth. Ein toller Stellplatz, netter Ort, wir stehen direkt am Wasser. Besser kann es nicht sein! Hier halten wir uns eine ganze Woche auf. Machen Fahrradtouren nach Zingst – mit der Fähre zurück – und in die nähere Umgebung. Wir besuchen ein Orgelkonzert in der Marienkirche und stellen fest, dass eine Orgel Klänge von sich geben kann, die wir so noch nie gehört haben. Starwars auf der Orgel? Geht! Klingt sogar sehr gut.

Stellplatz in Barth am Seglerhafen

Seglerhafen in Barth

Ein Kontrast zur ruhigen Umgebung – Motorcrossrennen, laut, staubig – scheint den jungen Leuten aber unheimlich Spaß zu machen

… und auch diese Sportler kämpfen bis zur Erschöpfung. Und ich???

Verharre in meiner liebsten Pose.

Stellplatzinfos:

Barth, Stellplatz am Seglerverein

Am Westhafen 15

18356 Barth

10 € pro Nacht, Strom 2 €, Dusche 1€

Montag, 11. Juli

Wir fahren weiter. Unser nächstes Ziel ist der Kummerower See, in der Mecklenburgischen Schweiz gelegen. Der Ort ist vom Tourismus offensichtlich noch nicht entdeckt. Die Straßen werden immer schmaler, der Verkehr weniger, je näher wir unserem Ziel kommen. Wir sind in Sommersdorf.

 

Der See sieht toll aus, nur das Schwimmen ist nicht so einfach – überall Wasserpflanzen. Ich konnte nicht einen Schwimmzug machen, ohne von diesen Pflanzen berührt zu werden. Nach 20 Minuten vergeht mir die Lust – ich gebe vorzeitig auf. Aber wir haben ja noch unsere Fahrräder…

Unser Ziel ist der Ort Aalbude bei Verchen. Der Ort heißt wohl tatsächlich so. Dort angekommen, setzt eine kleine Fähre uns und unsere Fahrräder über. Die Strecke ist nur 20 Meter lang, aber eine Brücke befindet sich dort nicht. Macht ja nichts, der Fährmann hat Arbeit – und wir finden die Überfahrt ganz nett.

Reichlich durstig denken wir, wir haben ein Bier verdient. Wir müssen fast eine ganze Stunde darauf warten – die Bedienung kriegt es einfach nicht geregelt.

Geduld, Geduld. Irgendwann kommt das Bier. Wir fahren in das angrenzende Naturschutzgebiet Rosinwiese. Herrliche Eindrücke gewinnen wir dort.

Dieses Storchenpaar befindet sich in Sommersdorf.

Donnnerstag, 14. August

Wir fahren weiter und zwar nach Hohnstorf an der Elbe. Der Platz ist sehr angenehm, man hat einen recht netten Blick aufs Wasser und auf Lauenburg.

Stellplatzinfos:

Stellplatz am Elbufer

Schulstraße 1

21522 Hohnstorf / Elbe

8 € pro Nacht ( in ein Euro Münzen), Strom 1 €.

Freitag, 15. August

Die letzte Station dieser Reise: Bremervörde. Der Ort ist recht klein, der Stellplatz liegt 100 m vom Vörder See entfernt. Schwimmen kann man dort allerdings nicht. Die Wiesen rundherum sind sehr gepflegt und es gibt einen Park der Sinne. Der Stellplatz ist in Ordnung, recht gepflegt, neue Duschen. Aber ob er es verdient hat, zu den Top- Plätzen zu gehören, bezweifle ich.

Stellplatzinfos:

Wohnmobilstellplatz Bremervörde

Kiebitzweg 1

27432 Bremervörde

9,50 € pro Nacht, Strom 3 €.