Elsas und Norberts Wohnmobilreisen

Wir zeigen euch schöne Orte und Stellplätze

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Überwintern in Spanien Teil 3

Überwintern in Spanien Teil 3

Fortuna – Javea/Xabia – Benicassim –Cambrils- Blanes – Leucate – Lyon – Montelimar – Neuenburg am Rhein – Rheinmünster – Sinsheim – Olpe

Javea 31.01 – 07.02.2018

Wir verlassen Fortuna und steuern als nächstes Ziel Javea/Xabia an. Damit begeben wir uns quasi schon wieder auf die Rückfahrt. Wir haben beschlossen die Ziele anzufahren, die wir auf der Hinfahrt bis nach Fortuna ausgelassen haben.

Die Anfahrt nach Javea ist doch recht abenteuerlich. Schon 20 km vor dem eigentlichen Ziel führt uns das Navi runter von der Autobahn und hinein in ein kleines Dorf. Dort geht es dann weiter über einspurige Feldwege. Einspurig! Es darf uns keiner entgegenkommen, denn wir können nicht ausweichen. Und wir haben noch 20 km vor uns. Ich weiß nicht, ob ich das nun waghalsig, abenteuerlich oder schlichtweg bekloppt finden soll und sage erst einmal nichts dazu. Norbert lacht über diese irrwitzige Fahrtstrecke, merkt aber auch, dass ich mich nicht wohlfühle bei der ganzen Sache. Jetzt kommt uns auch noch ein Auto entgegen! Wir nähern uns einer Kreuzung und können ihm ausweichen. Gott sei Dank, alles ist gut gegangen. Seitdem sind wir aber bei weiteren Anfahrten sehr vorsichtig und checken die Routen fünf Mal durch. Das ist nun auch wieder zu viel des Guten.

Die Frau vom Campingplatz erzählt uns, dass der uns zugewiesene Stellplatz 4,30 m hoch sei, tatsächlich sind es aber wohl nur 3,00 m und wir bleiben fast am Gestänge stecken. Insgesamt ist der Campingplatz durchschnittlich, der Ort Javea aber begeistert uns. Eine feine Bucht, toller Sandstrand und ganz viele nette Restaurants und Cafés. Alles vom feinsten.

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Die Jugend des Dorfes übt schon unermüdlich das Wellenreiten. Schließlich wollen sie im Sommer eine gute Figur machen und die Ladies beeindrucken.

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Die Sonne scheint zwar, aber der Wind ist frisch. Deswegen die dicke Jacke – aus der ich übrigens bis zum März nicht herausgekommen bin.

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In einen der vielen Restaurants lassen wir uns diese leckere Fischplatte servieren. Das Ambiente des Restaurants ist beeindruckend.

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Es gibt hier sehr viele recht elegante Restaurants und Bistros. In diesem hier waren die Scheiben so sauber geputzt, dass Norbert sie nicht gesehen hat und sich am Kopf verletzt, da er durch sie hindurch wollte.

Wir fanden auch ein zauberhaftes Café, ausgestattet mit einem großen Bollerofen. Das wurde zu unserem Lieblingsplatz. Im Rücken der warme Bollerofen und vor uns das weite Meer und der blaue Himmel. Auf dem Teller noch ein leckeres Stück Kuchen. Besser könnte es uns nicht gehen.

Camping El Naranjal, Cami del Morers, 15, Javea (Alicante) 19€  pro Nacht mit Acsicard

Benicassim 08.02. – 26.02.2018

Benicassim ist wohl der wärmste Ort unserer diesjährigen Reisestrecke. Hier sind die Temperaturen auch des Öfteren über 20 Grad. Wir steuern den Campingplatz Bonterrapark an. Dieser ist fest in englischer Hand, die meisten Überwinterer kommen schon seit Jahren und alle kennen sich untereinander. Auch die Kellner werden umarmt und geküsst, wenn mal wieder einer der Alteingesessen neu dazukommt. Das Restaurant ist klasse, stets gut besucht. Wir müssen während unseres dreiwöchigen Aufenthaltes dreimal den Platz auf dem CP wechseln, der Platz ist ausgebucht und die Organisation anscheinend überfordert. Im Gegensatz zu Javea ist hier der Strand fast leer, es gibt nur zwei Restaurants, aber die Umgebung ist schön.

 

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Das Angebot auf dem Markt ist mehr als reichlich. Preisgünstig ist es allerdings nicht. Die Preise entsprechen in etwas denen in Deutschland.

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Wir begeben uns wieder auf den wunderschönen Radweg Via Verde, hier ist es sehr still – abgesehen von den vielen Radfahrern und Joggern.

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Durch das Tor geht es wieder hinaus ins pulsierende Leben.

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Dies ist der Yachthafen von Castellon, ca. 15 km von Benicassim entfernt. Hier ist alles super edel, zum Teil liegt der Ort aber noch in Winterschlaf.

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Dieser Fisch scheint ruhig vor sich hin zu schauen, doch plötzlich….

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fängt er an Wasser zu spucken.

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Der Strand hier hat Dünen und erinnert ein wenig an Spiekeroog- wenn man sich die Palmen wegdenkt.

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Ich will auch einmal ein Bild einfügen, wo der Himmel grau und wolkenverhangen nicht. Nicht, dass ein völlig falscher Eindruck entsteht.

Bonterra Park, Avda. de Barcelona, 47, 12560 Benicassim, 19 € pro Nacht mit Acsicard.

Cambrils, 26.02. – 13.03.

Die Zufahrt ist – wie schon so oft – nicht einfach. Zwar landen wir tatsächlich in Cambrils, aber vor uns befindet sich plötzlich eine nur 3,00 m hohe Brücke. Wir haben aber eine Höhe von 3,40 m. Es gelingt uns aber, vor der Brücke umzudrehen. Wir starten einen zweiten Anlauf in 2 km Entfernung. Vor uns befindet sich wieder eine Brücke! Diese ist nicht 3,00 m hoch, sondern 3,20m. Auch das reicht nicht, wir kommen nicht hindurch. Ich frage mich allen Ernstes, warum wir für 70 € eine Erweiterung des Navigons gekauft haben, die über die Funktion LKW verfügt. Unsere Höhe von 3,40 m haben wir dort eingegeben. Scheint offensichtlich nicht zu funktionieren. Beim dritten Anlauf klappt es. Wir haben einen Weg gefunden, der über die beiden Brücken führt.

Wir befinden uns wieder in Katalonien, auch wenn man es nicht weiß, man sieht es an den vielen katalonischen Flaggen, die überall zu sehen sind und den Wunsch nach Unabhängigkeit von Spanien Nachdruck verleihen sollen. Unser heutiges Ziel heißt Cambrils, der Campingplatz liegt direkt am Meer. Der Ort ist sehr schön, hat viele Geschäfte und einen Hafen. Wir können zwar auch hier keinen Fisch direkt von Bord kaufen, dürfen aber wenigstens beim Sortieren des Fanges zuschauen.

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Von diesen Booten – zum Teil auch etwas größer – landen täglich um 16.00 Uhr ca. 15 Boote im Fischereihafen an und die Fischer sortieren den Fang vor unseren Augen. Das Sortieren dauert etwa eine Stunde.

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Die Fischer sind ein hartgesottener Menschenschlag, sie müssen ziemlich hart arbeiten.

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Auch er hier findet unsere Aufmerksamkeit.

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Die Bedingungen an Bord sind nicht die besten, einiges mutet mittelalterlich an.

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Diese beiden Tintenfische versuchen ihrem Schicksal zu entkommen, schaffen es aber nicht über den Rand des Eimers.

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Am Strand finden sich einige Surfer – das Segel spiegelt sich in der Mittagssonne und das Meer glitzert wie Silber.

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Ab und zu sieht man zwischen all den Hochhäusern und Hotels auch mal einen etwas individuelleren Baustil.

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Im Nachbarort Salou hat auch für die Kleinsten die Segelsaison begonnen.

Am Ortsende von Salou finden wir ein nettes Café, selbstverständlich gibt es erst einmal ein Bier. Ach, es ist so schön hier!

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Auch in dieser Kneipe in Cambrils ist der Einfluss der Engländer nicht zu übersehen. Urgemütlich ist es hier.

Auf dem Campingplatz haben sich Roma niedergelassen. Sie sind den ganzen Tag dabei, Wäsche zu waschen. Dafür benutzen sie aber nicht die campingeigenen Waschmaschinen, sondern zwei eigene. Sie waschen von morgens bis abends und ständig ergießt sich das Schmutzwasser über die Straße. Das geht so Tag für Tag. Nach fünf Tagen reicht es uns, wir suchen das Weite.

Camping Joan, Passeig Maritim 88, 43850 Cambrils, 19 € pro Nacht mit Acsicard.

Blanes, 14.03. – 19.03.2018

Blanes steht heute auf unserem Reiseplan. Der Ort ähnelt Cambrils, ist vielleicht etwas kleiner.

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Diese kleine vorgelagerte Insel heißt La Palomera, man kann die Insel zu Fuß erreichen.

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Ein Platz für Verliebte, die hier ihre Schlösser mit Namen und Datum versehen haben.

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Der Hafen von Cambrils. Das gelbe Haus in der Mitte hat nicht wirklich festen Boden unter dem Sockel. Es scheint auf dem Felsen zu schweben.

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Wir fahren mit der Bimmel Bahn zum Botanischen Garten. Unterwegs haben wir einen schönen Blick auf den Hafen von Blanes.

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Der Bambuswald rauscht und raschelt.

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Eine sehr seltene Species.

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Von da oben hat man Einblick auf diese ruhige Bucht.

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Camping La Masia, C/Colon, 44 17300 Blanes, 19 € pro Nacht mit Acsicard.

20.03. – 22.03.2018

Wir verlassen Spanien und sind auf den Weg nach Leucate. Dieser Ort ist berühmt dafür, dass hier ständig viel Wind herrscht. Folglich finden sich hier viele Kiter und Surfer. Wir treffen uns hier mit Freunden. Die Nach wird unruhig. Das Wohnmobil bockt und bockt, ich finde kaum Schlaf, der Wind nimmt ständig zu. Ich schreibe am nächsten Morgen an meinem Reiseblog trotz des ständigen Wackelns. Aber draußen kann man nicht viel unternehmen, wir haben Windstärke 11. Wir werden gleich unser Wohnmobil in den Wind stellen – wie ein Schiff – dann wird es vielleicht etwas ruhiger stehen. Aber das bringt auch nicht viel. Ich will abwaschen, aber der größte Teil des Abwaschwassers schwappt aus der Spüle und landet auf dem Fußboden.

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Zwei unserer Auricher Freunde. Im Hintergrund der naturbelassene Stellplatz.

Stellplatz Le Goulet Leucate Village, 12 € . Zahlbar mit Kreditkarte am Automaten

23.03.2018

Wir verlassen Leucate und begeben uns auf eine stürmische Fahrt nach Lyon. Die ganze Zeit schaukelt das Womo und Norbert ist am Ende des Tages ziemlich geschafft. Wir fahren auf den Platz und wen treffen wir da? Bekannte Wohnmobilisten aus Fortuna und aus Villa Jojosa! Alle sind wie wir auf der Heimfahrt nach Deutschland. Der Platz liegt gleich hinter Lyon. Hat man sich erst einmal durch die Stadt hindurch gewühlt, lässt es sich hier gut halt machen, da er fast direkt an der Autobahn liegt.

Lyon Campsite, Allee du Camping International, Porte de Lyon, 69570 Dardily, 19 € mit Acsicard

24.03.2018

Unser nächstes Ziel ist die Nougatstadt Montelimar in Frankreich. Die Stadt liegt am Rande der Provence. Die Straßen Montelimars sind ein einziges Schaufenster für die Spezialität der Stadt. Sogar die Luft riecht nach Nougat. Im Museum kann man die Produktion der Nascherei beobachten und selbstverständlich landet auch ein wenig Nougat in unsere Taschen. Die Anfahrt ist diesmal etwas leichter, da wir uns vorher per Video den Anfahrtsweg angeschaut haben. So wissen wir also schon, dass man die Verbotsschilder für Wohnmobile über 3,5 t einfach ignorieren muss und trotzdem durch die Stadt fahren kann.

Wohnmobilstellplatz Montelimar 4 Chemin Du Bois de Laud. Kostenlos, kein Strom.

25.03. – 26.03.2018

Gleich nach der Grenze bleiben wir für zwei Nächste in Neuenburg am Rhein. Wieder gelangen wir über Feldwege zum Platz. An der Rezeption gibt es eine Diskussion wegen der Acsicard. Es steht zwar Acsi drauf, aber es ist nicht Acsi drin, d.h. der Platz ist zwar von Acsi zertifiziert, Acsi Ermäßigungen gibt es aber nicht. Wir sollen 33,00 Euro bezahlen. Norbert insistiert und insistiert und bohrt und bohrt. Er bringt die Rezeptionistin, die gerade vor zwei Tagen ihren Dienst angetreten hat, fast zum Weinen. Heulend berichtet diese dann später ihrer Chefin von uns. Diese kommt dann völlig entrüstet auf unseren Platz und droht mit Platzverweis. Aber der Campingplatz an sich ist sehr schön, zeichnet sich durch ein recht edles Restaurant und ein großes, sonnendurchflutetes Schwimmbad aus. Auffallend an dem Ort sind die vielen Tabakläden. Diese existieren aufgrund ihrer Nähe zu Frankreich. Dort ist der Tabak wesentlich teurer, eine normale Schachtel kostet 10 €, und so kommen die Raucher zuhauf über den Rhein und versorgen sich kiloweise mit dem Stoff.

Dreiländer Camping-und Freizeitpark, Oberer Wald, 79395 Neuenburg am Rhein, 33,00 €

27.03. – 28.03. 2018

Wir können ja nicht ewig bleiben, also verabschieden wir uns freundlichst und fahren weiter nach Rheinmünster. Wir stehen dort auf einem Campingplatz mit Blick auf einen See. Der Platz ist nicht schlecht, hat aber auch nichts Besonderes.

Freizeitcenter Oberrhein, Am Campingpark 1, 77836 Rheinmünster, 36,00 €.

29.03. 2018

Im Stern lese ich einen Bericht über Saunen in Deutschland. Erwähnt wird dort auch die größte Sauna der Welt, die mitten in Deutschland steht – und zwar in Sinsheim bei Stuttgart. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Wir sind total begeistert. In einer der Saunen hat man einen Blick auf Kois, die hinter einer großen Glasfassade schwimmen. Die Saunameister sind hier wirklich Meister ihres Faches und veranstalten mit ihren weißen Handtüchern in einer blau angestrahlten Sauna eine riesige Show. Das Wasser erweist sich als sehr warm. Im Wasser befindet sich eine Bar und innen und im Außenbereich innerhalb des Wassers gibt es Sitzgelegenheiten. Man kann also seinen Drink während einer Schwimmpause einnehmen. Ich finde das klasse! Es gibt zwar einen riesigen Parkplatz, übernachten darf man dort allerdings nicht. Zwei km weiter wird gerade ein sehr schöner Stellplatz eingerichtet.

Wohnmobilpark Sinsheim, Schwimmbadweg / Am Ilvesbach, 74889 Sinsheim, 12 € pro Nacht.

30.03. 2018

Unsere letzte Station auf unserer langen Reise ist Olpe – Sondern.  Dort stehen wir mit Blick auf den Biggesee. Der Kellner im angeschlossenen Bistro ist völlig überfordert, die Bratkartoffeln aber waren sehr lecker.

Vier-Jahreszeiten Camping –Biggesee. Am Sonderner Kopf 3, 57462 Olpe-Sondern, 36 € pro Nacht.

30.03.2018 Zuhause!

Was erwartet uns nach unserer fast sechsmonatigen Abwesenheit? Das Haus ist fein in Schuss, dank unserer Perle Nicoll. Leider sind beide Autos verschimmelt. Norbert bringt sein Auto zum Schrott, war eh alt, und ich benötige für mein Auto eine Generalüberholung mit Ozondusche für 160 €. Ob tatsächlich alle Sporen beseitigt sind, weiß ich nicht.

Was ist sonst noch passiert? Ich hatte zwar bei der Post einen Nachsendeantrag zu meiner Schwester beantragt, aber wir haben hier noch eine sogenannte Regio Post für den lokalen Bereich. Diese Post wurde natürlich nicht nachgesendet. Das Rechnungsverfahren für die Müllabfuhr wurde zwischenzeitlich umgestellt und so kommen Rechnungen und Mahnungen von der Gemeinde ins Haus – und bleiben unbeantwortet. Als meine Schwester nach einiger Zeit ins Haus kommt und die ganzen Mahnungen findet, kann sie eine inzwischen eingeleitete Zwangsmaßnahme gerade noch verhindern.

Wie geht es jetzt weiter?

Norbert wird am 1. Mai zu einem viermonatigen Segeltörn in die Arktis aufbrechen. Ich bin dann alleine und werde kürzere Touren innerhalb Deutschlands machen. Anfang September fahren wir über die Normandie und Bretagne nach Portugal und werden Ende April 2019 zurückkommen.

Dir, lieber Norbert, für deinen unermüdlichen Einsatz und deine Kreativität und Liebe meinen allerherzlichsten Dank. Es war der schönste Winter meines Lebens!

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Überwintern in Spanien Teil 2

Spanien 2

Freitag, 10. 11.2018

L’Estartit – San Rafael del Rio – Peniscola – Oropesa – Calpe- Villajojosa – Fortuna

Sind immer noch in L’Estartit. Wir unternehmen Fahrradtouren in die schöne Umgebung, vorbei an Apfelplantagen, Olivenhainen, Apfelsinenbäumen (wenige), Salatbeete und ab und zu ein paar Landhäuser.

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C:\In die Sonne 2017_2018\007_L_Es_Tartit\P1050103.JPG Auf einer unserer Touren stand plötzlich ein Wildschwein neben uns. Es hatte aber wohl mehr Schiss als wir und hat sich zurückgezogen. Nevertheless, seit dieser Begegnung haben wir bei unseren Radtouren durch die vielen Naturschutzgebiete ein Messer dabei. C:\In die Sonne 2017_2018\007_L_Es_Tartit\P1050079.JPG

Montags ist Markttag in Torremolleo, einem Nachbarort.

Wir haben uns überlegt, dass es für uns als Rentner ja reicht, wenn wir jeden Tag ein Problem lösen. Das gestrige Problem war: woher bekommen wir einen Besen?  Haben wir gelöst. Das heutige: was mache ich, wenn ein Wildschwein plötzlich vor mir auftaucht?

Norbert hatte Probleme mit seinen Speichen am Fahrrad. Drei bzw. vier Speichen sind plötzlich lose. Wir wollen einen neuen Hinterreifen, das klappt aber offensichtlich nicht, da die Maße hier anders sind als bei uns. Es wurden nur die vier Speichen ersetzt, einen neuen Hinterreifen gibt es nicht. Apropos anders: auch die Gasanschlüsse sind anders, und es gelingt uns nicht, ein passendes System für unsere Gasflaschen zu finden. Also bestellen wir die Adapter in Deutschland. Per Post kann es schon mal drei Wochen dauern, bis die hier eintreffen, hören wir. Na denn…. Hätten wir uns schlau gemacht, hätten wir das alles schon in Deutschland klären können.

Das nächste größere Problem ist das Problem mit der Kamera. Wie gesagt, die Versicherung zahlt nicht, aber ohne diese Kamera geht es offensichtlich auch nicht. Also mache ich Norbert ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: Er bekommt eine neue Kamera – und zwar nicht erst zu Weihnachten, sondern sofort, d.h. sobald es geht. Es musste natürlich genau die Kamera sein, die er vor einem Jahr in Aurich gekauft hat, und die Kamera muss auch genau aus dem Fotostudio in Aurich geliefert werden, weil man sich halt kennt. Auf eben diese warten wir nun auch schon eine Weile. Wenn die Kamera hier eingetroffen ist, werden wir weiter gen Süden fahren. Es ist doch recht kalt geworden hier, heute Morgen hatten alle eine Mütze auf. Es regnet auch schon mal und es stürmt gelegentlich. Letzten Sonntag sind wir fast abgesoffen.

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Vom nachfolgenden Sturm zudem zur Unbeweglichkeit verdammt. Wir kamen nicht vor die Tür. Nichts ging mehr.

Auch leert sich hier so langsam alles. Die Restaurants schließen, die Bars auch. Seit Tagen suche ich in den zwei Schreibwarenladen nach meinen Zeitschriften, aber sie kommen nicht an. Gestern gab es zudem wieder einen Streik der Katalanen, die um ihre Unabhängigkeit von Spanien kämpfen.

Unserer Platznachbarn wollten z. B. zurück nach Deutschland, fuhren gegen Mittag ab und standen drei Stunden später wieder bei uns vor der Tür. „Warum seid ihr wieder hier, ihr wolltet doch zurück nach Deutschland?“ „Tja, es wird gestreikt hier in Katalonien, und da waren halt die Straßen und die Autobahnen gesperrt“. Straßensperren?? Also, das finde ich grenzwertig, das geht mir zu weit.

15. 11.2017

Wir verlassen Katalonien und fahren weiter gen Süden. Für eine Nacht wollen wir bei „Spätzle Fritz“ bleiben. Das ist ein sehr beliebter Stellplatz in the middle of nowhere und wird von vielen sehr gerne als Zwischenstopp in Richtung Süden genommen. Der Platz ist riesig, umgeben von Mandarinen-plantagen,  und man kann umsonst dort stehen, sofern man das dortige Restaurant besucht.

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Die Mandarinen schmecken schon recht lecker, zu Weihnachten kommen sie dann zu uns in Deutschland auf den Teller.

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Norbert versucht sich schon mal als Erntehelfer.

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Spätzle Fritz, Planes del Reine, San Rafael Del Rio. Bei Restaurantbesuch ist der Stellplatz kostenlos, sonst 8 €, Strom extra.

16.11. – 20.11.2017.

Wir fahren weiter nach Peniscola – ein merkwürdiger Name. Als Übernachtungsplatz haben wir uns für den Campingplatz El Eden entschieden. Die Anfahrt ist schwierig, der Navi führt uns in die Irre, aber irgendwann finden wir ihn. Gleich am Eingang finden sich die wunderschönen Strelitzien.

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Wir fahren am  Strand entlang, fast alle Hotels und Restaurants sind geschlossen. Der Ort ist irgendwie leer. Später stellen wir fest, dass es durchaus noch schlimmer kommen kann.

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Am Strand von Pensicola. Zum Baden ist es leider zu kalt. Nur ganz selten finden sich ein paar Mutige, die ins Wasser gehen.

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Überall findet man Bougainvilleas, die an den weißen Häuserwänden farbenprächtige Akzente setzen.

Die Sehenswürdigkeit in Pensicola ist die Templerburg, umgeben von zahlreichen Restaurants und Souvenirläden, die sich in den engen Gassen der Altstadt angesiedelt haben.

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Die Burg der Guttempler. Der Papst Papa Luna fand im Jahre 1411 auf dieser Felseninsel Zuflucht.

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Wir sind oben angelangt und genießen die Aussicht.

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Vor uns rechts befindet sich der Fischereihafen. Es herrscht ein unheimlich geschäftiges Treiben, wir dürfen aber nicht in die Fischhallen. Wir versuchen es trotzdem und werden auf Schritt und Tritt verfolgt und immer wieder rausgeschmissen. Offensichtlich treffen sich hier nur die Großhändler und wir stören den Betrieb. Norbert ist zutiefst enttäuscht und will weg aus Peniscola.

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Da uns auf dem CP auch nicht viel geboten wird, verlassen wir El Eden nach vier Tagen und fahren weiter.

Camping El Eden De Peniscola, Avda. Papa Luna, 17,30 € incl. Strom

20.11. – 26.12. 2017

Als nächsten Ort haben wir uns Oropesa ausgesucht. Wir bleiben dort auf dem Campingplatz Didota recht lange und zwar bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag. Oropesa liegt direkt am Wasser, der Campingplatz ebenfalls. Der CP hat einiges zu bieten. So finden morgens ab 9.00 Uhr Sportveranstaltungen wie Gymnastik, Spinning, Yoga und Wassergymnastik statt. Das ist für mich schon mal ein Grund, etwas länger zu bleiben. Auch das Restaurant ist direkt gegenüber, gelegentlich gibt es dort Tanzveranstaltungen, Tapasabende etc. Hier lässt es sich außerdem gut mit dem Fahrrad fahren.

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Der Pool verlockt sehr, aber das Wasser ist viel zu kalt. Ich finde mich dort allerdings dort am Nachmittag zum Lesen ein, denn ab 15.00 Uhr haben wir auf unserem Platz keine Sonne mehr.

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Direkt hinter dem Campingplatz führt dieser Weg in den nächsten Ort.

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Hinweisschilder finden sich in Spanisch und Katalanisch. Aber egal was da steht, es kümmert keinen.

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Der Eingang zum Campingplatz.

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Der Platz selbst. Die Bäume spenden leider recht viel Schatten.

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Der naturbelassene Strand ist direkt vor der Haustür.

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Das Wetter ist immer gut, wir haben in den fünf Wochen die wir dort verbracht haben, keine einzige Wolke gesehen. Es gibt höchstens mal ein paar Schleierwolken, die sich meistens aber schnell wieder auflösen. Die Landschaft ist sehr ausgetrocknet, man spricht auch nicht mehr von einer Trockenperiode, sondern von einer Dürre. Trotzdem findet sich rundherum Ackerbau mit Pflanzen, die intensiv gewässert werden müssen wie Mandarinen- und Artischockenplantagen. Die Bauern müssen das Wasser aber nicht bezahlen, sondern der Staat trägt die Kosten. Eine von der EU finanzierte und fertiggestellte Entsalzungsanlage steht hier seit vier Jahren ungenutzt herum!

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Mandarinen und Artischocken.

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Überall finden sich so kleine selten genutzte Häuschen – hier in dem Artischockenfeld.

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Einige verfallen auch – aber auch das kümmert keinen.

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Mandelbäume in der Abendsonne – ab Ende Januar werden sie wieder blühen.

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Auf unseren Weg nach Terra Nostra fahren wir auch an diesem Verkaufsstand vorbei. Anna heißt die Besitzerin und sie lädt uns auch gleich geschäftstüchtig in ihr „Restaurant“ ein.

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Norbert ist von der genialen Dachkonstruktion höchst beeindruckt. Aufs Essen verzichten wir aber lieber und belassen es bei einem Glas Sangria.

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Diese sexy Pflanze findet sich als Hecke um den Swimmingpool. Leider konnte ich nicht den Namen herausfinden. Noch nicht einmal im botanischen Garten in Blanes!

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Einer der schönsten Fahrradwege befindet sich zwischen Oropesa und Benicassim. Es ist eine stillgelegte Bahnroute, wird als Via Verde bezeichnet und ist toll zu befahren.

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Mit herrlichen Ausblicken auf die hier noch naturbelassene Küste.

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Mit Paul und Brenda besuchen wir einen Bauernmarkt in dem Bergdorf Cabanes. Sie nehmen uns immer mal wieder mit auf Tour. Mit ihrer Hilfe erledigen wir dann auch größere Einkäufe, da sie einen PKW haben. Hier fällt mir zum ersten Mal auf, dass die Frauen fast alle riesige Einkaufstaschen auf Rädern hinter sich her schleppen. Man trifft dieses Phänomen immer wieder und überall.

Oropesa ist ein sehr stiller Ort. Dies ist sehr irritierend angesichts der unendlichen Hochhäuser die Millionen Menschen beherbergen könnten, aber sie stehen alle leer. Nachts sieht man nur ein einziges Licht in diesem Häusermeer. Mich erdrücken diese vielen Hochhäuser und diese Stille. Man kann auch mit dem Fahrrad bedenkenlos die Straßen überkreuzen, sollte wirklich mal ein Auto kommen, hört man es schon meilenweit vorher. Das passt irgendwie alles nicht zusammen.

28.12. – 31.12. 2017

Wir fahren nach Calpe. Auf dem Weg dorthin stören wir uns an den etwas schlierigen Fensterscheiben vorne im Wohnmobil. Auf die Idee, die Scheibenwischer zu benutzen kommen wir aber beide nicht. Nach 100 km fällt uns endlich ein, dass man die Scheiben doch vielleicht mit dem Scheibenwischer reinigen könnte. Ja, so ist es, wenn man seit Ewigkeiten keine Wolken und keinen Regen mehr gesehen hat. In Calpe gibt es zwei neue Campingplätze, die nur Wohnmobile aufnehmen. Der Platz ist relativ voll, aber er hat Sonne. Direkt vor dem Stellplatz wird allerdings ein Hochhaus errichtet. Noch eins – dabei gibt es doch bereits mehr als genug in diesem kleinen Ort. Das schönste am Ort ist der Berg, der abends im Sonnenschein erstrahlt.

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Möwen und Reiher warten auf Beute.

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Der Hafen ist bis auf den letzten Platz belegt.

Es gibt in Calpe eine recht nette Strandpromenade, und es ist dort – im Unterschied zu dem menschenleeren Oropesa – auch relativ viel los. Ca. 80 Prozent der Restaurants und Bars sind geöffnet.

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All diese Häuser am Berg haben ab ca. 14.00 Uhr keine Sonne mehr. Niemals können sie dort einen Sonnenuntergang sehen – also, ich hätte dort nicht gebaut und auch nichts gemietet. Es ist kurz vor Silvester, aber es gibt keine Silvester Knallerei – weder vorher – wie das bei uns in Deutschland häufig der Fall ist- noch in der Silvesternacht selbst. Es giebt diesbezüglich auch gar nichts zu kaufen in den Läden. Der Hauptgrund ist wohl die Trockenheit und die Furcht vor Bränden. Wir verbringen den Abend im Waschraum des CPs, denn es ist zu kalt um draußen zu sitzen. Die Runde ist nett und gemütlich.

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Unitursa Calpe S.L. Avda. Juan Carlos I, Alicante, 20 € pro Nacht.

02.01. – 26.01. 2018

Unser nächstes Ziel ist Villajojosa. Der Campingplatz El Torres besticht durch seine Lage am Wasser und hat auch sonst einiges zu bieten – ein morgendliches Fitnessprogramm und ein recht gutes Restaurant, z.B. Bis zum Ort Villajojosa sind es ca. 4 km. Die Strecke ist nicht sonderlich gut mit dem Fahrrad zu befahren, da der Fahrradweg direkt an der Hauptstraße verläuft, aber der Ort selbst ist sehr nett.

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Villajojosa wird auch die bunte Stadt genannt – eine Erklärung erübrigt sich hier ja sicherlich.

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Wie an allen anderen Orten auch, findet man immer wieder wild herumstehende Wohnmobile. Niemand stört sich daran, das wird sich erst ändern, wenn die Saison beginnt. Ich möchte auch gerne einmal so wild stehen – oder zumindest auf einem offiziellen Stellplatz, aber Norbert braucht nach dem Diebstahl seiner Kamera die Sicherheit eines Campingplatzes.

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Der Campingplatz El Torres, im Hintergrund den Berg, den Norbert mit der Rezeptionistin des CPs bestiegen hat. Er ist 1.400 m hoch, die Bergbesteigung hat einen ganzen Tag gedauert und Norbert konnte hinterher drei Tage lang nicht laufen. Aber er ist es angegangen!

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Wenn man genau hinsieht, erkennt man oberhalb der Wohnmobile und Wohnwagen halbe Rundbögen. In der Hochsaison werden daran dunkle Matten befestig um damit Kunstschatten herzustellen. Dieses Wort Kunstschatten höre ich hier zum ersten Mal.

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Vom Womo haben wir auch einen Blick auf diesen Steinhügel – auch Liebesturm genannt. Er ist voll behängt mit beschrifteten Steinen und den ergreifendsten Liebesschwüren. Und der Turm wächst und wächst….

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Der Strand gehört zum Campingplatz, links im Bild der Pool des CPs.

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Hier am Strand lässt es sich auch wunderbar meditieren. Diese Dame ist fast jeden Tag dort und benötigt mehrere Stunden für ihre Übungen. Wir unternehmen auch einige Fahrten ins benachbarte Benidorm – eine Hochburg der Engländer, der Rollstuhlfahren und der Hochhäuser. Dabei erstaunt uns, dass die Rollstuhlfahrer häufig in einem Doppelrollstuhl sitzen, auch einige Dreier-rollstühle haben wir gesehen. Gruppenausflug der gehbehinderten Menschen.

Camping El ‚Torres, Partida Norte el Torres, 03570 Villajojosa. Mit Acsicard 19 € pro Nacht. Allerdings ist die Auswahl der Plätze für Acsicard-Besitzer eingeschränkt.

26.01. – 31.01.2018

Wir fahren ins Landesinnere, in die Berge. In Fortuna gibt es ein Thermalbad, dem gar wundersame Eigenschaften angedichtet werden, Jungbrunnen und so… Doch zunächst lässt uns Villajojosa nicht gehen. Wir machen verschiedene Anläufe um aus der Stadt herauszukommen, aber dreimal landen wir entweder in einer Sackgasse oder in einem engen Hinterhof. Der Navi gehört eingesperrt! Unser gesunder Menschenverstand sagt uns schließlich, dass wir doch besser auf der Nationalstraße bleiben. Irgendwann wird schon die nächste Autobahnauffahrt kommen, und so ist es dann auch.

Das Wasser im Thermalbad ist angenehme 36 Grad warm, der tägliche Aufenthalt darin ist Pflicht und tut gut. Ansonsten ist es dort in den Bergen sehr einsam, der nächste Ort ist 4 km weit weg, es gibt nichts zu sehen. Norbert gefällt es dort nicht, ich finde den schönen Ausblick aus dem Womo ganz toll, genieße die Weite und die Ruhe. Wir haben keine Bilder von diesem Platz.

Hotel Fuente, De Los Banos De Fortuna S.A., Camino de la Bocamina S/N, 30620 Banos De Fortuna, 20 € pro Nacht mit Acsi-Card.

Unsere Überlegung ist, nicht weiter nach Süden bzw. Westen zu fahren, sondern ganz langsam die Rückreise anzutreten und Plätze aufzusuchen, die wir auf der Hinfahrt nicht aufgesucht haben.

Hier ist vielleicht auch Zeit für ein erstes Fazit. Was hat uns gut gefallen, was eher nicht, was ist anders als bei uns in Deutschland?

Ich fange mal mit dem Essen an.

Gut gefallen hat uns, dass es in fast allen Restaurants ein Menu del Dia – ein Tagesmenü – gibt. Ähnlich wie in Frankreich auch. Die Preise sind recht günstig zwischen 10 und 15 € für ein dreigängiges Menü inclusive einer Flasche Wein. Davon haben wir ausgiebigst Gebrauch gemacht. Gehadert haben wir allerdings mit den späten Öffnungszeiten. Wir essen abends warm, aber vor 19.00 Uhr ist da abends in der Regel nichts zu machen. Ich hätte es gerne früher. Einmal sind wir dann auch mittags essen gegangen, haben natürlich die obligatorische Flasche Wein getrunken mit dem Ergebnis, dass Norbert den restlichen Nachmittag geschlafen hat. Also haben wir das wieder gelassen.

Nett ist es auch, dass, wenn nur einer etwas bestellt, grundsätzlich immer zweimal Besteck gereicht wird, ohne dass man danach fragen muss. Es gibt viele Tapas-Restaurants, auch das gefällt uns. Trinkt man nur etwas, werden immer Tapas dazu gereicht, meistens Oliven oder Nüsse.

Die Supermärkte sind alle recht großzügig, im Unterschied zu Deutschland findet man aber regaleweise Tomaten in allen Zustandsformen, jede Menge an verschiedenen Oliven, fast immer eine riesige Fischtheke und eine große Abteilung mit tiefgefrorenem Fisch. Richtig gut schmeckenden Käse haben wir nicht gefunden – schmeckten alle irgendwie fad. Der Supermarkt in L’Estartit zeichnete sich noch durch unglaubliche Mengen an Alkohol aus. Den Wein konnte man aus 1000 Liter Fässern selbst zapfen und die stärkeren Alkoholika wurden immer auch in Gallonen (4,5 l) angeboten.

Infrastruktur/ Umwelt

Es finden sich keine Flüsse, die Wasser führen, das fällt als erstes auf. Alle Flüsse sind ausgetrocknet. Es sind sogar schon aus Versehen Häuser in einem der ausgetrockneten Flüsse gebaut worden. Diese kann man jetzt für 100 € erstehen. Aufgrund des Wassermangels erfolgt auch die Bewässerung der vorhandenen Bäume künstlich mithilfe von schwarzen Wasserschläuchen, die um die Bäume herumgeführt werden. Gelegentlich platzen diese Schläuche auch und setzen ganze Straßen unter Wasser. Fährt man mal eine Zeitlang Autobahn, stellt man fest, dass immer und überall irgendjemand herumkokelt. Ständig steigen irgendwo Rauchsäulen in den Himmel und verpesten die Luft. Zudem finden sich jede Menge illegaler Müllkippen an den Straßenrändern, und, da es kaum regnet, verrottet auch nichts. Dann fährt man also vorbei an ausrangierten Möbeln, zertretenen Glasscheiben etc. Die Fahrradwege sind zum Teil gut ausgebaut, man muss aber immer recht aufmerksam fahre, da sie teilweise abrupt enden oder auch Schlaglöcher haben. Insgesamt gibt es wenig Autoverkehr, die Straßen sind gut ausgebaut.

Wetter

Die Tagestemperatur beträgt in dem Zeitraum November bis Februar 8 – 21 Grad. Auch wenn die Sonne scheint, was ja meistens der Fall ist, ist der Wind eisig und man braucht oft Mütze und Handschuhe. Bei unserer Planung hatten wir uns vorgestellt, dass wir abends nett am Grill sitzen würden, vorzugsweise würden wir Fische grillen, die wir von einem Fischer erstanden hätten. Daraus ist in all den Monaten nichts geworden. Erstens ist es abends viel zu kalt um draußen zu sitzen, zweitens gibt es keine Fischer, die noch direkt ab Boot verkaufen.

Überwintern in Spanien Teil 1

Dienstag, 10.10.2017

Wittmund-Greven-Zülpich-Saarburg-Charmes-Louhans-Avignon-L’Estartit

 

Wir haben doch relativ viel Zeit für die Vorbereitungen gebraucht. Unser Plan ist es, in Frankreich respektive in Spanien zu überwintern und im April nach Deutschland zurückzukehren.

Was gibt es neues an Bord? Was hat Norbert sich diesmal überlegt?

Also erstens – und wohl auch am Wichtigsten – wir haben W-LAN fest installiert. Wieder ein weiteres Stück Unabhängigkeit und ein großer Gewinn. Es gibt noch zwei weitere Neuerungen, die aber wohl eher in den Bereich der Spielerei fallen. Die Reifen unserer Fahrräder können jetzt mittels einer fest installierten Pumpe aufgepumpt werden. Man muss sich das vorstellen wie das Aufpumpen der Autoreifen an Tankstellen. Des Weiteren haben wir jetzt einen Wassersauger. Die Gießkanne soll laut Norbert ausgedient haben. Soll heißen: wir holen 20 l Wasser im Kanister per Sackkarre und bringen diese zum Wohnmobil. Dann wird ein Absaugschlauch in den Kanister gehalten und in 14 Sekunden ist der Kanister leer und das Wasser im Tank. Na ja, ich wollte trotzdem noch die gute alte Gießkanne mitnehmen.

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Norberts neueste Erfindung – die Wassersaugpumpe

Wir haben uns kleinere Etappen vorgenommen, wollen in ca. 6 – 7 Tagen am Mittelmeer sein.

Die erste Station ist Greven, in der Nähe von Münster. Ich bin begeistert. Es ist ein als Top Platz ausgezeichneter Platz und das wirklich verdient. Alles ist sehr liebevoll gestaltet und nachts erstrahlt der Platz in tollem Licht. Großes Lob für so viel Kreativität und Sorgfalt. Leider keine Fotos.

Camp Marina Alte Fahrt, Fuestruper Straße 37, 48268 Greven, 11,50 €, 2,50 € für Strom.

Mittwoch, 11.10.

Zülpich ist unsere nächste Station. Der Platz ist etwas enttäuschend, lieblos und ungepflegt. Aber wir stehen immerhin in der Nähe eines Sees. Der Ort ist mittelmäßig. Fahrradfahrer haben wenig Chancen in der Stadt. Wir besuchen eine mittelalterliche Therme aus dem 3. Jahrhundert. War schwer zu finden, es gibt kaum Hinweisschilder und vor dem Museum natürlich auch keinen Fahrradstand. Innendrin ist es aber ganz nett.

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Über diese Steinanhäufungen wurde der Fußboden gelegt und sorgte für wohlige Wärme.

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Schön auch das Bild von Cranach im Museum. Es heißt: der Jungbrunnen. Alte und kranke Frauen – und zwar nur Frauen – werden zum Jungbrunnen gebracht und entsteigen auf der anderen Seite jung und elastisch und fit eben diesem Jungbrunnen. Männer altern anscheinend nicht.

Am Wassersportsee, 53909 Zülpich, 9 € incl. Strom

Donnerstag, 12.10.

Wir übernachten heute in Saarburg, kurz vor der Grenze nach Luxemburg. Wir finden den Platz allerdings erst im zweiten Anlauf und müssen noch eine extra Runde durch die ganze Stadt drehen.

Es gibt doch wirklich nette Orte in Deutschland. Hier sind ein paar Impressionen von Saarburg an der Saar. C:\In die Sonne 2017_2018\2_Saarburg\P1040306.JPG

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Der Stellplatz ist groß und sehr geräumig. Es gibt ein tolles Kuchenbuffet. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen.

Reisemobilpark Saarburg, Am Saarufer 18, 54439 Saarburg, 8 €

Fazit zur Fahrt durch Deutschland: es gibt sehr viele Baustellen. Die A 1 war sehr häufig gesperrt. Einmal landen wir aufgrund von Umleitungen versehentlich in Recklinghausen, ein weiteres Mal mussten wir die Autobahn verlassen  haben aber dafür eine sehr schöne Fahrt durch die Eifel genossen. Und dann war da noch eine Schranke – mitten auf der Autobahn! Mit so etwas hätte ich im Leben nicht gerechnet! Wir schwören uns, über chaotische Zustände im Ausland nicht zu meckern.

Freitag, 13.10.

Wir machen Zwischenstation in Charmes, Frankreich. Wieder haben wir Probleme mit der Anfahrt des Stellplatzes. Ein hilfsbereiter Franzose eilt herbei und ich bitte ihn kurzerhand ins Womo. Soll er doch bitte mitfahren und uns helfen, uns auf den Platz zu bringen. Wir müssen zwar nicht wieder noch ein zweites Mal durch die ganze Stadt – wie in Saarburg – aber eine kleine Stadtrundfahrt wird es schon. Der Stellplatz ist direkt am Wasser und sehr schön, aber in der Stadt selbst gibt es nichts zu sehen. Nur Häuser, Steine, Straßen und Autos, keine Restaurants, keine Cafés, kein einziges nettes Plätzchen. Bei der Ausfahrt vom Stellplatz haben wir Probleme mit dem Automaten, verstehen die Anweisungen nicht richtig, fahren vor und zurück. Und wieder kommt ein hilfsbereiter Franzose….Bloß weg hier!

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Charmes, Henri Montre, Port de Plaissance, 7€ incl. Strom

Samstag, 14.10.

Unser nächstes Ziel ist Louhans. Auf dem Weg dorthin teilt sich der Himmel plötzlich, es wird warm und sonnig – und das bleibt erst einmal auch so. Da macht das Fahren gleich doppelt Spaß.

Louhans zeichnet sich durch 157 Arkaden aus.

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Außerdem wird viel und gern gefischt.

Wir gehen in einem kleinen französischen Lokal essen und haben wenig Chance, das komplette Menü zu verstehen. Salad Nicoise geht ja noch, Gambas verstehen wir auch und Tiramisu ebenfalls. Aber was ist mit dem Rest?  Ich möchte gerne etwas typisch Französisches essen und bitte um Unterstützung bei der Interpretation der Speisekarte. Das klappt aber nicht. Der Koch zeigt uns Markknochen, wahrscheinlich kommen diese in irgendeine Suppe. Während Norbert sich an Gambas festhält, bestelle ich auf Verdacht und bekomme Wurstscheiben mit Kartoffeln als Hauptgericht. Auch gut, lecker war es jedenfalls und französisch war es auch.

Am nächsten Morgen- es ist Montag – ist die ganze Stadt ein einziger Marktplatz. Es ist der reinste Wahnsinn. Wer soll  das alles essen? Hier gibt es Tonnen von Oliven, lebendige Hühner, Kanarienvögel – wir sind beeindruckt. Seht selbst…

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Auf dem Stellplatz findet sich ein sogenannter flot bleu. Dort kann man sowohl bezahlen als auch entsorgen.

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Louhans, Rue de Port, 71500 Louhans, 6 €, kein Strom

Montag, 16.10.

Wir nähern uns dem Mittelmeer. Auf dem Weg dorthin ist Avignon unsere nächste Station. Wir übernachten auf einen Campingplatz, leider sind alle Plätze mehr oder weniger im Schatten. Im Sommer ist das sicherlich nützlich, aber jetzt wäre mir mehr Sonne schon lieber. Sobald wir uns Avignon nähern, geht mir immer wieder das Kinderlied “Sur le Pont D‘ Avignon, sur le ponse, D‘ Avignonse“ durch den Kopf .Ich habe das Lied in der siebten Klasse im Französischunterricht gelernt und es geht mir nicht aus dem Sinn, wenn ich hier bin. Ich singe es fast den ganzen Tag. Hier ist sie, die berühmte Brücke…Sie ist nur noch halb da und endet abrupt.

 

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Avignon selbst ist beeindruckend. Diese Fußgängerzone, diese Vielfalt an Menschen, dieses Treiben…

Und dann erst die Markthalle…

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Austern, Muscheln, Seeigel und Co

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Salz in allen Variationen. Wir sind zutiefst beeindruckt.

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Eine der Einkaufsstraßen im Fußgängerbereich.

Die Stadt ist jung, lebhaft und lebendig. Ringsherum ist sie von hohen Mauern umgeben, sie  heißt deswegen auch Avignon Intramurus. Norbert sagt, er möchte nicht so eingesperrt leben. Ringsherum von dicken Mauern umgeben, nur durch ein paar Stadttore kommt man raus….

Ich gehe abends gerne noch ein bisschen spazieren und schaue , was auf dem Platz so los ist. Wie immer, laufe ich einfach los. Klappt auch meistens, aber hier bin ich nach 10 Minuten restlos verloren. Es gibt kein einziges Licht, d.h. im Klartext: es ist stockdunkel. Damit habe ich nicht gerechnet. Natürlich habe ich kein Handy dabei – warum auch? Ich laufe und laufe und finde nicht den Weg zurück. Mein Mund ist schon ganz trocken vor lauter Aufregung, ich suche mir schon mal ein Plätzchen für die Nacht auf dem kalten Gras. Ich versuche ruhig zu bleiben und sehe irgendwann auch ein Licht von einem Pärchen, das noch wach ist. Im Gegensatz zu mir haben sie einen Plan von dem Platz und sie haben eine Taschenlampe!

Camping du point Avignon, Chemin de la Barthelasse, 17 € pro Nacht mit ACSI Card, sonst 40 €.

Mittwoch, 18.10.

Agde ist unser neues Ziel. Hier ist mal wieder wenig los. Die Stadt selbst liegt in 6 km Entfernung, aber der Platz ist ruhig und direkt vor uns können wir eine Symbiose zwischen Pferden und Reihern beobachten. Die Reiher ernähren sich von den Parasiten der Pferde und als Gegenleistung befreien sie die Pferde von Ungeziefer. Aber irgendwie finde ich, dass die Pferde ein wenig gerupft aussehen.

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In der Nacht donnert und blitzt es und es regnet auch den ganzen folgenden Tag. Wir nutzen das schlechte Wetter um unsere weiteren Ziele zu planen und verzweifeln ein wenig an der Vielzahl an Material was wir haben. Wie geht das jetzt mit ACSI – was bedeuten ADAC Karten? Ach, lass uns erst einmal gen Süden fahren.

Stellplatz Le Peupliers,, Route de Tamarassier, 34300 Agde, 10 € incl. Strom.

Fazit Frankreich: Wir sind gut durch das Land gekommen. Die Straßen waren perfekt, die Raststätten meistens sehr großzügig angelegt. Da wir mit unserer Wohnmobilhöhe von 3,40 m nicht „normal“ tanken konnten, mussten wir immer die Zapfsäulen für LKWs anfahren. In Frankreich ist es wohl üblich, dass man an diesen Säulen nicht zuerst tankt und dann bezahlt – was an allen anderen normalen Säulen geht – sondern man muss erst bezahlen und darf dann tanken. Ich bin dann meistens als Pfand an der Kasse stehengeblieben, habe meinen KFZ Ausweis vorgezeigt, dann bekam Norbert das Signal, dass die Säule freigeschaltet ist und durfte tanken. An Mautgebühren haben wir insgesamt ca. 120 € gezahlt.

Freitag, 21.10. Spanien

Wir verlassen Frankreich und fahren weiter nach Spanien – dieses Land ist wohl auch das Endziel unserer diesjährigen Reise. L`Estarit an der Costa Brava haben wir uns als nächstes Ziel ausgesucht. Bei der Anfahrt des Campingplatzes bin ich sehr skeptisch. Sieht nach absoluter Einsamkeit aus – in the middle of nowhere. Ach herrje. Hier ist ja schon wieder nichts los. Aber dann – nach und nach – entpuppt sich dieser Campingplatz als eine Idylle. Alles ist gerade richtig: Die Entfernung zur Stadt, die Größe des Platzes an sich, das Restaurant auf dem Platz, die Umgebung. Alles ist gut. Wir entschließen uns spontan: hier bleiben wir erst einmal. Wir haben für drei Wochen gebucht. Es ist ja auch schön, wenn man sich mal ein wenig auskennt, wenn man weiß, wie man in die Stadt kommt und wo ein gutes Restaurant ist. Der Platz bietet dreimal in der Woche Aquafitness an, Spanisch lernen wir hier außerdem zweimal in der Woche. Rentnerdasein eben.

Am Strand haben wir auch schon einen Stammplatz: gegen 16.00 Uhr trinken wir oft ein Bier in der Strandbar und schauen den mutigen Schwimmern zu.

Samstag, 21.10.

Unsere Nachbarn auf dem Campingplatz – Brenda und Paul – wollen ins Dali Museum nach Figueres. Ach, dass passt ja gut. Dali ist immer eine Reise wert, das Museum beeindruckend, auch wenn es für mich das vierte Mal ist, dass ich dieses Museum besuche,es gibt immer wieder neue Details zu entdecken.  Die beiden nehmen uns gerne mit und sind auch insgesamt zwei sehr souveräne Typen. Norbert behauptet, dass der Dali geisteskrank gewesen sein muss, und das war er wohl auch in seinen letzten Lebensjahren. Andererseits war er auch unheimlich kreativ – und Genialität und Verwirrung liegen wohl sehr eng beieinander. Leider gibt es keine Fotos – Norbert wurde seine teure Kamera in einem Straßencafé gestohlen.

C:\In die Sonne 2017_2018\007_L_Es_Tartit\P1040397.JPG Ich weiß ja, dass solche Plätze immer gefährlich sind, nehme selbst mein Geld vorher aus dem Portemonnaie, informiere Norbert aber nicht über die hohe Anzahl von Diebstählen in der Nähe des Dali- Museums. Und prompt wird ihm seine teure Kamera gestohlen. Wir hoffen auf Ersatz von unserer Versicherung und informieren die Polizei. Nach einer Stunde kommen sie auch vorbei und erzählen uns dann, dass wir zum Hauptbüro in die Stadt müssen. Dort angekommen, warten wir wieder zwei weitere Stunden auf einen Übersetzer. Niemand in der großen Abteilung ist in der Lage Englisch zu sprechen. Letztlich wird ein Dokument erstellt, was aber leider nichts nützt. Die Versicherung zahlt nur, wenn die Kamera beim Einbruch in unserem Wohnmobil abhandengekommen wäre. Tja, Pech.

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Bad Zwischenahn, Timmel und Aurich 2016

Montag, 25.10.2015

Den zweiten Teil der Herbstferien verbringe ich mit meiner Zwillingsschwester Elka. Es fängt nicht besonders gut an. Unser Treffpunkt ist Bad Zwischenahn, sie kommt aus Goslar angereist und ich aus Wittmund. Morgens geht bei mir die Heizung nicht, das Wohnmobil ist und bleibt kalt. Irgendwie klappt es dann aber doch mit der Heizung, aber ich bin schon ziemlich aufgelöst. Meine Schwester steckt auf der Autobahn im Stau und verspätet sich um vier Stunden. Wir erhalten noch einen netten Besuch, genießen dann ein schönes Essen und fahren am nächsten Morgen erst einmal mit dem Fahrrad um den See. Bad Zwischenahn ist ein netter Ort, überschaubar, viele Geschäfte, auch unmittelbar in Wohnmobilstellplatznähe. Der Stellplatz allerdings ist unruhig, die Parkbuchten sind relativ klein, ständig ist Bewegung auf dem Platz.

Stellplatzinfos:

Am Badepark, 26160 Bad Zwischenahn

8,50 €, 2 € Kurtaxe, Strom: 1 € 2kw/h.

Mittwoch, 27.10.

Nach einer privaten Übernachtung in Oldenburg machen wir uns auf, um Timmel kennenzulernen. Wir waren dort schon einmal mit einem Charterboot und der Schleusenwärter damals wollte uns nur durch die Schleuse lassen, wenn uns ein passendes Wort auf „Timmel“ einfiele. Wie gut, dass wir auf „Himmel“ gekommen sind….. Der Stellplatz liegt recht nahe an der Straße, deswegen ziehen wir heute Nacht den Campingplatz vor. Dort ist fast Saisonende, nur hin und wieder sehen wir eine verlorene Seele, und auch auf den Stellplätzen (es gibt zwei) findet sich nur ein einziges Wohnmobil.

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Der Timmeler Strand. Von hier aus geht es dann für die Boote über diverse Kanäle weiter, z.B. Richtung Emden. Alles ist leicht nebelig verhangen, es ist halt Oktober.

Stellplatzinfos:

Zur Mühle 13

26629 Großefehn – Timmel

6,50 € pro Tag, Campingplatz: 18 €

Donnerstag, 28.10

Wir fahren nach Aurich, bleiben auf dem Stellplatz „ de Baalje“ am Hallenbad. Hier steht man gut. Es ist auch hier sehr ruhig, nur drei Mobile finden sich auf dem Platz. Elka geht – wie jeden Morgen – erst einmal eine Stunde walken. Das trifft sich gut, bleibt mir doch dann Zeit, das Womo aufzuräumen und das Frühstück vorzubereiten.

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Dat Pingelhus, (ostfriesisch für: das Klingelhaus) Hier klingelten früher die Fischer, wenn sie im Hafen angelandet waren. Im Hintergrund das Haus der Ostfriesischen Landschaft, verantwortlich für Kunst- und Kulturbetrieb in Ostfriesland.

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Der Stellplatz in Aurich. Liebevoll gemacht, Platz für 20 Mobile

Freitag, 29.10

Bitte schön, dass Frühstück ist gerichtet.

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Und auch für das leckere Abendessen sorgt Elka. Morgen fahren wir weiter nach Bad Zwischenahn.

Stellplatzinfos:

Tannenbergstraße

26603 Aurich

9 € pro Nacht, Strom: 1 €/ kw/h, V+E

Samstag, 30.10.

Der Kreis schließt sich. Wir sind wieder in Bad Zwischenahn, genießen noch ein Wellnessprogramm, schlafen gut, lassen uns morgens um 8.00 Uhr von den Kirchenglocken wecken. Aber wir wollten ja sowieso früh aufstehen….

Vielen, herzlichen Dank, liebe Elka, für die schönen und erholsamen Tage!

Mecklenburg-Vorpommern 2017 Teil 2

Mecklenburg-Vorpommern 2017 Teil 2

Samstag, 20. August

Wir verlassen die Kaiserbäder auf Usedom und fahren weiter nach Peenemünde. Im Vorfeld habe ich schon sehr Unterschiedliches über diesen Stellplatz gelesen. Die einen bezeichnen ihn als riesigen Schrottplatz, die anderen finden ihn gerade deswegen interessant. Beides trifft wohl irgendwie zu, auf jeden Fall finden sich jede Menge alte Boote, die überall verstreut herumliegen. Auch im Wasser liegt viel Schrott. Vier alte Küstenkontrollboote gammeln wohl seit der Grenzöffnung vor sich hin und niemand kümmert sich darum. Was noch erhalten ist, ist das Kraftwerk, mit dem der ganze Kriegsbetrieb im zweiten Weltkrieg energetisch aufrechterhalten wurde. In Peenemünde wurden zu Kriegszeiten V1 und V2 Raketen hergestellt. Dies waren die ersten Raketen überhaupt. Mit diesen Raketen wurde England bombardiert.

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Auch dieses U-Boot liegt im Hafen von Peenemünde. Man kann es besichtigen.

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Kohlekraftwerk mit Laderampe für die angelieferte Kohle.

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Der Stellplatz in Peenemünde. Jeder steht so wie er will, bezahlt wird auf einem Boot.

Peenemünde, Stellplatz auf der Halbinsel, Fährstraße 9

10 € pro Nacht, Strom extra.

Montag, 22. August

Unser nächstes Ziel ist Wittenbeck. Hier waren wir schon einmal. Wittenbeck ist in der Nähe von Kühlungsborn. Der Ort selbst ist unscheinbar, es gibt den Stellplatz, ein Restaurant, einen steinigen Strand und das war es auch schon. Trotzdem gefällt es uns hier gut. Wir haben einen Platz mit Ausblick auf ein Getreidefeld, der schicke Ort Kühlungsborn ist 2 km entfernt, das Wetter ist durchaus akzeptabel und so bleiben wir fünf Tage.

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Der Ostseeradfahrweg ist gut ausgeschildert und auch sehr gut zu befahren.

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Der Strand von Wittenbeck.

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Dieser Weg zum Strand gehört zur Terrasse eines Cafés auf den Weg nach Heiligendamm. Für sandige Füße bieten die Cafebetreiber diverse Pinsel und Bürsten an um ihre Terrasse nicht zu sandlastig werden zu lassen. Gute Idee, nett gemacht.

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Auch im überlaufenen Kühlungsborn finden sich immer wieder mal kleine wilde Ecken, in denen auch nackt gebadet wird. Norbert wandert am Strand entlang und sucht nach künstlerischen Motiven – wie diesem hier.

Oder dieses schöne Motiv.

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Der Himmel bleibt blau, die Wolken befinden sich nur am Rand. Unbeschwerte Tage am Strand.

Wittenbeck, Stellplatz am Sanddornstrand, Klein Bollhagen, Bäderweg.

15 € pro Nacht, 2 € für Strom.

Freitag, 28. August

Es hilft nichts, der Wäscheberg wird größer und größer. Wir entscheiden uns, auf einen Campingplatz zu gehen um dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Unser Ziel ist daher Zierow, in der Nähe von Wismar. Wow, was für ein erster Eindruck. Sind wir hier am Mittelmeer?

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Alles macht einen guten Eindruck. Für Kinder ist das hier DER Platz. Aber auch wir fühlen uns hier sehr wohl. Wir stehen in der ersten Reihe und genießen den Blick aufs Meer.

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Ostseecamping Zierow, 23968 Zierow, Strandstraße 19

38,00 € pro Nacht. Man kann aber auch vor dem Campingplatz auf einem Stellplatz bleiben, Dann bezahlt man 15,00 €.

Unser Urlaub ist beendet. Über Hamburg fahren wir zurück nach Hause, um unsere  Reise nach Spanienvorzubereiten. Ich bin ja jetzt frisch pensioniert, das Schuljahr 2017 / 18 findet ohne mich statt. Norbert ist Ende des Monats offiziell Rentner. In vier Wochen geht es los. Also…… bis dann. Folgt uns gerne weiter.

Mecklenburg-Vorpommern 2017 Teil 1

Mecklenburg – Vorpommern 2017

Freitag, 4. August

Zwei Tage hat Norbert gebohrt, gefeilt, getüftelt und gesägt. Am Ende sind die Finger krumm vom vielen Schrauben und der Nacken verrenkt, von der ständig gebückten Haltung. Aber jetzt ist er fertig und wir haben ihn: unseren neuen Konverter!! Ab jetzt können wir selbst 220 Volt Strom erzeugen und sind theoretisch von den Stromsäulen unabhängig. Dafür gibt es ein großes Lob und eine Hand- und Nackenmassage.

Unser erstes Ziel ist Mölln. Zum Übernachten gut geeignet, ruhig gelegen an einem See und direkt an der kleinen Stadt.

Stellplatz am Ziegelsee

Alt-Möllner-Straße

7 € incl. Strom

Samstag, 5. August

Unser nächstes Ziel liegt bereits an der Ostsee und heißt Saal. Wir stehen zwar nicht direkt am Wasser, haben aber einen Blick darauf und auch auf den kleinen Hafen. Der Platz gefällt uns sehr gut, so dass wir drei Tage bleiben. Ein Fischer bietet Barsch an, frisch aus der Ostsee gefangen. Pro Fisch will er 2,50 €. Norbert traut sich nicht so recht diesen Fisch zuzubereiten, aber unser Stellplatznachbar Werner hilft fachmännisch beim Zubereiten. Gleich der erste Fisch lässt sich schlecht abziehen und Werner meint, dieser Fisch sei leider nicht frisch tot. Man muss offensichtlich unterscheiden zwischen frisch gefangen und frisch tot. Die anderen Fische ließen sich besser verarbeiten. Demnach sind sie dann ja wohl frischer tot gewesen als der erste.

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Man beachte auch die Anzahl der Messer. Unsere Auswahl ist schier unendlich.

Die Fahrradwege am Bodden sind nur mäßig. Häufig fährt man noch auf diesen alten DDR Bohlen, die sehr holperig sind. Viele Touren gehen durch Wälder, das hat einen schönen beruhigenden Effekt. Die Mückenplage ist enorm. Wir sind alle total zerstochen. Der Saft von Spitzwegerich hilft und den gibt es auch ganz umsonst.

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Wir unternehmen eine Fahrradtour nach Barth. Da Norbert seine geliebte Stadt Barth ja nun wieder gesehen hatte, ändern wir den Plan, dieses schöne Städtchen ein drittes Mal anzufahren und fahren stattdessen weiter Richtung Polen.

Stellplatz am Hafen Neuendorf

OT Neuendorf,

Hafenweg 8

8,50 € (wird morgens live kassiert).

Dienstag, 08. August

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2017\Sommerbilder_2017\DSC00739.JPG Wir fahren weiter nach Mönkebude. Klingt ein wenig altbacken, ist es auch. Ein kleiner verschlafener Ort mit zwei Stellplätzen direkt am Hafen. Dazu einen schönen Seglerhafen.

Norbert hat dann gleich die sich neben der Yachtanlage befindende Werft aufgesucht, da sein Fahrradständer abgebrochen war und er diesen wieder anschweißen wollte. Hat auch geklappt, aber die mangelhafte Ausrüstung und die nicht vorhandenen Schweißkenntnisse der dortigen Arbeiter haben ihn doch irritiert.

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Der Stellplatz ist in Ordnung. Norbert hat mal wieder patriotische Gefühle und hängt die Ostfrieslandfahne auf. Abends gehen wir in ein Kabarett, dieses findet im Gemeindehaus statt. War sehr nett, alles in allem ist es hier sehr urtümlich.

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2017\Sommerbilder_2017\DSC00745.JPG Wenn man genau hinschaut, sieht man jede einzelne Niete, mit der das Boot einst zusammen genietet wurde.

Der Strand ist auch in Ordnung, klein zwar, aber immerhin.

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2017\Sommerbilder_2017\DSC00757.JPG Der Strand ist zweigeteilt. Es gibt einen Strand für die Normalos, und einen kleinen abgetrennten Bereich für die FKK- Anhänger.

Auch die Möwen bieten ein gutes Fotomotiv.

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…. und die Abendstimmung erst….

Mönkebude, Stellplatz am Yachthafen, 8 € inklusive Strom

Freitag, 11. August

Wir fahren weiter an den östlichsten Zipfel Deutschlands – Altwarp. Auch hier befinden wir uns immer noch in der Walachei. Es ist einsam, naturbelassen und es ist nichts los. Aber: es ist alles überschaubar, wir haben Ruhe und es gibt den Bodden zum Schwimmen und immer ist da auch der Sonnenschein. Überall in Norddeutschland ist schlechtes Wetter, hier mal wieder nicht. Das kennen wir ja schon. Irgendwie gibt es hier wohl tatsächlich besseres Wetter, kann ja wohl kein Zufall sein.

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2017\Sommerbilder_2017\P1040155.JPG Die Infrastruktur liegt hier an der Grenze zu Polen ziemlich darnieder. Es finden sich noch ein paar Fischer mit ihren Booten, aber leben können sie vom Fischfang unter diesen wirtschaftlichen Bedingungen wohl nicht mehr.

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Einer der letzten Kämpfer hier in Altwarp.

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Da hier der ehemalige Grenzübergang nach Polen war, finden sich noch Überreste der Kontrollstation, die nicht abgebaut worden sind. Die Freizeitfischer sitzen stundenlang im Hafen und angeln. Für Wohnmobile ist hier überall Platz. Sie stehen kreuz und quer direkt am Hafen, aber es gibt auch einen eigens eingerichteten Stellplatz mit abgegrenzten Stellflächen.

Wir unternehmen eine kleine Schiffsrundtour nach Polen, der dem Haff gegenüberliegende Ort heißt Neuwarp.

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Ein mitfahrender Fischer holt seine Reusen ein und präsentiert seinen Fang an Bord.

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Es finden sich überwiegend Barsche im Netz, zwei Aale und ein paar Plötze. Er wirft alles wieder über Bord, die kleinen Fische haben Pech und werden auf dem Weg zurück ins Wasser von den Möwen gefressen.

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Altwarp, Stellplatz am Hafen, Am Hafen, 9,50 €, Strom extra.

Montag, 14. August

Wir fahren weiter auf die Insel Usedom, die auch die braune Insel genannt wird, da der Stimmenanteil der AfD bei 36,5 Prozent liegt. Einige der Gründe sind wohl die Schließung der Kinderabteilung des Krankenhauses in Wolgast, die Reduzierung der Arbeiter auf der Werft und die Schließung vieler Geschäfte. Wir steuern den Stellplatz in Heringsdorf-Bansin an. Die Zufahrt führt durch einen dunklen Wald, bis auf den Platz selbst ist alles ziemlich dunkel rundherum, da überall dichte Wälder stehen. Die Tour mit dem Fahrrad ins nächstgelegene Heringsdorf ist recht abenteuerlich. Die Fahrt geht nur durch den Wald und es geht immer wieder steil bergauf und bergab. Hier ist höchste Konzentration erforderlich.

In Bansin- Heringsdorf bzw. Heringsdorf angekommen, sehen wir die schönste und auch längste Strandpromenade Europas. Sie ist zwölf Kilometer lang, recht großzügig und mondän angelegt und endet in Swinemünde (Polen). Wir sind mächtig beeindruckt von den tollen Herschaftshäusern der Kaiserbäder. Mit uns sind das wohl auch geschätzte 20.000 andere, die sich auf den Geh- und Fahrradwegen tummeln. Es findet sich alles – das einjährige Kleinkind, das zum ersten Mal auf dem Fahrrad sitzt und die Spur nicht halten kann bis zum Rentner, der unmittelbar stehen bleibt und auf nichts achtet. Zweimal habe ich laut geschrien, beide Male ist es gerade noch gut gegangen, es gab also keinen Zusammenstoß.

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Heringsdorf ist überaus mondän, alles ist vom Feinsten. Auch wird Kinounterhaltung direkt am Strand geboten. Das Publikum sitzt im Bild Mitte links.

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Nicht nur die Rad- und Gehwege, auch der Ostseestrand ist gut besucht.

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Auf der Seebrücke in Heringsdorf.

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Gegen 16.00 Uhr ist Fischbrötchenzeit. Meistens gibt es auch ein Bier dazu.

Zurück zum Stellplatz geht es wieder durch den dunklen rutschigen Wald. Abends fahre ich noch alleine eine Runde mit dem Fahrrad in den nächsten Ort Ueckeritz. Die ganze Fahrt geht nur durch den Wald, auf 5 km Länge finden sich Wohnwagen, Zelte und Mobile. Zwar liegt der Campingplatz direkt am Strand, aber ich möchte dort nicht stehen. Mir ist es einfach zu dunkel. Apropos dunkel: schneller als gedacht bricht die Nacht herein und ich muss leider feststellen, dass mein Vorderlicht nicht brennt. Mit Müh und Not finde ich zum Wohnmobil zurück.

Wir fahren am nächsten Tag noch einmal gemeinsam nach Ueckeritz und wollen auch noch weiter am Strand entlang fahren, aber wir müssen wieder durch so einen dunklen Wald und diesmal ist das Auf und Ab noch steiler. Als wir innerhalb des ersten Kilometers zweimal ein Gefälle von 16 Prozent haben, gebe ich auf. Mir ist es zu steil, wir sind solche Steigungen im flachen Ostfriesland einfach nicht gewohnt. Da gehe ich dann doch lieber an den Strand.

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Waldparkplatz Seebad Bansin, Am Heuberg 1, 15,70 € incl. Strom

Freitag, 19. August

Eigentlich wollten wir nach Ahlbeck – wir sind immer noch auf Usedom -finden dort aber keinen Stellplatz. Wir irren ein wenig orientierungslos umher und landen schließlich auf einem kleinen privaten Stellplatz in Bansin. Nur ca. 3 km von dem vorherigen Stellplatz entfernt. Macht aber irgendwie nichts. Um zur Promenade zu kommen, sind es nur ca. 500 m. Die Lage ist folglich top.

Der Stellplatz ist mittelmäßig. Die Zufahrt sehr DDR-mäßig, es handelt sich eigentlich um einen etwas größeren Hintergarten an einem Privathaus. Der Platzwart ist sehr ungewöhnlich, verwendet viele eigenartig Floskeln. Er zwingt uns geradezu einen kleinen Teppich auf, den wir vor unser Wohnmobil legen sollen. Als ich zögere meint er, wir könnten ja auch weiterfahren. Na ja, komischer Kerl irgendwie. Er bringt dann aber noch eine Flasche Sekt vorbei, was ihn ein wenig liebenswerter macht. Der unschätzbare Vorteil: wir stehen sehr ruhig und die Promenade ist nicht weit entfernt.

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2017\Sommerbilder_2017\DSC00820.JPG Des Nachts erfreut dieser Platz mit einem kleinen Lichterspiel. Das wiederum ist doch nun wirklich nett.

Am nächsten Tag findet man uns wieder auf der Promenade. Wir wollen nach Polen. Dort soll ja ein sogenannter Polenmarkt sein, den finden wir aber nicht. Auch hier herrscht Rummel ohne Ende.

Für Unterhaltung ist schon mal gesorgt. Wir fahren noch bis zum Hafen und dann wieder zurück nach Heringsdorf.

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Holland 2017

Holland 2017

24. Juni

Als frischgebackene Pensionärin mache ich mich mit meiner Zwillingsschwester auf den Weg nach Holland. Unser erstes Übernachtungsziel ist Meerwijck, in der Nähe von Groningen. Dieser Platz wurde uns empfohlen, aber wir stellen fest, dass es ein ganz normaler Campingplatz ist. Gepflegt zwar und auch mit einem warmen Pool versehen, im Freien baden kann man aber leider nicht, das Wasser ist zu flach. Auch Hoogezand als nächstgelegener Ort ist nicht besonders schön. Ihm fehlt das typisch Holländische, das Kuschelige. Die Natur ringsherum ist allerdings wunderschön, es gibt viele Brachflächen und demzufolge auch eine reichhaltige Vogelwelt.

Camping-Jachthafen Meerwijck

Kropswolde

23,50 € pro Nacht.

25. Juni

Unser eigentliches Ziel sind die Inseln bzw. Halbinseln unterhalb von Rotterdam. Laut Pro-mobil gibt es auf der Halbinsel Schouwen-Duiveland einen wunderbaren Stellplatz direkt am Dünenzugang zum Strand, aber ich kann den Stellplatz nicht finden. Wir sind müde von der doch etwas anstrengenden Fahrt und nehmen den nächst gelegenen Campingplatz Land & Zea. Es verfügt über ein gutes Restaurant, ein Hotel und der Weg zum Strand ist nicht weit – ca. 500 m. Der gesuchte Stellplatz soll laut Navi nur 200 m von diesem Campingplatz entfernt sein, aber ich kann ihn immer noch nicht finden.

F:\DCIM\100_PANA\P1000849.JPG Der Strand hat einen Wow-Effekt! Schöne Dünen im Vorfeld und dann ganz viel Sand und Wasser mit tollen Wellen, die in der ersten Nacht noch in unserem Wohnmobil zu hören sind. Wir bleiben drei Nächte, genießen das Strandleben, lesen viel und abends gibt es ein Bierchen in einem der vielen Strand Cafés und Restaurant, die im Abstand von ca. 500 m auf der ganzen Strandlänge verteilt sind. Schön ist auch, dass das Wasser immer da ist, sich Ebbe und Flut kaum bemerkbar machen. Zum Schwimmen reicht die Wassertemperatur auch so gerade und es finden sich nur ganz wenige weiße Quallen.

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Camping Resort Land & Zea

Rampweg 28

4326 LK Noordwelle

24, 00 € pro Tag

So richtig einkaufen kann man aber hier nicht. Deswegen fahren wir nach Zierikzee, ca. 30 km entfernt um uns zu versorgen. Auf Schouwen –Duiveland kann man um diese Jahreszeit eigentlich überall einen Campingplatz finden, sie sind fast alle nur zu einen Drittel belegt.

28. Juni

Unsere nächste Übernachtung findet in Port-Zealand statt. Wir wollten gerne am freien Wasser stehen, aber leider ist überall das Übernachten verboten. Eine Zuwiderhandlung kostet 180,00 € pro Person(!) wie wir erfahren. Also wieder auf einen Campingplatz. Wir landen in einem Center-Park und werden von freilaufenden Hühnern begrüßt. Schon lange konnte ich keine Hühner mehr beim Scharren beobachten, alte Erinnerungen an die Kindheit kommen hoch. Mit unserem Eintritt haben wir auch den ganzen Tag die Möglichkeit, das Erlebnisbad zu benutzen so oft wie wir wollen. Der Platz ist ruhig, das Bad allerdings voll von glücklichen Eltern und ganz vielen kleinen Kindern.

Camping Port Zelande

Port Zelande 2#3253 MG Outdorp

26,50 € pro Tag inclusive einem Spielekoffer, in dem sich aber keine Spiele sondern drei Dosen Getränke befinden.

29. Juni

F:\DCIM\100_PANA\P1000858.JPG Zierikzee ist der größte Ort auf Schouwen-Duiveland. Hier finden wir einen kleinen gemütlichen Campingplatz in der Nähe des Zentrums. Bis zur Stadt sind es ca. 900 m und wir stehen hier ruhig und gemütlich, allerdings krächzt und krächzt ein Esel in unmittelbarer Nachbarschaft. Zierikzee entspricht wieder meinen Erwartungen an eine idyllische, holländische Stadt mit buntem Treiben und vielen kleinen Geschäften.

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C:\Users\Elsa\Pictures\2017-07-04 001\P1000864.JPG F:\DCIM\100_PANA\P1000861.JPG

Wir übernachten auf einem Minicampingplatz auf einem Bauernhof. Alles ist klein und gemütlich, bis zum Ort sind es ca. 800 m.

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C:\Users\Elsa\Pictures\2017-07-04 001\P1000871.JPG Das kleinste Rasenstück im Ort

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Minicamping de Toren

SL Zierikzee, Eerste Weegje 2

C:\Users\Elsa\Pictures\2017-07-04 001\P1000876.JPG 23,50 € pro Nacht

30. Juni

Wir fahren weiter an die „holländische Riviera“ Zoutelande, die auf dem dritten Finger unterhalb von Rotterdam liegt. Landschaftlich sehr reizvoll, hohe Dünen, oft muss man erst seine körperliche Kondition beweisen, wenn man an den schönen Strand gelangen will.

In diesem Fall sind es 244 Stufen.

Aber es finden sich auch immer wieder Übergänge, die leichter zu überwinden sind. Die Dünen sind ja schließlich nicht immer gleich hoch. Man muss aber nach ihnen suchen.

Ah, geschafft! Ächz, stöhn!

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Und auch die dicken Pötte auf dem Weg zum belgischen Antwerpen kommen dem Strand doch recht nahe.

Wir übernachten – wie soll es auch anders sein – auf dem Campingplatz Weltevreden in Zoutelande. Alles ist streng reglementiert, irgendwie so typisch großer Platz. Wir haben für zwei Nächte gebucht, eine hätte aber auch gereicht. Unsere nächsten Nachbarn gucken doch recht skeptisch auf das große Gefährt hier mitten unter den kleinen Wohnwagen. Über Meerlo und Nordhorn geht es dann wieder Richtung Heimat.

Danke dir, liebe Elka, für die wunderschöne Zeit mit dir und die fürsorgliche Art, dich um alles zu kümmern.

Harz und Sachsen Anhalt 2016

Herbstferien 2016

In den Herbstferien haben wir uns Sachsen-Anhalt als Reiseziel vorgenommen. Unser erstes Ziel ist Schierke, dort aber klappte es nicht mit dem CP, dabei hat sich das Wohnmobil so tapfer in die Höhe gequält. Wir weichen auf den nahe gelegenen Parkplatz Drei Annen Hohne aus. Tagsüber ist der Platz vollgestellt mit PKWs, lädt doch der nahe gelegene Brocken im Harz zu schönen Wandertouren ein. Auch die Harzer Schmalspurbahn hält mehr oder weniger direkt vor unserer Haustür.

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Mit viel Dampf und Getöse geht es hinauf zum Brocken.

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Parkplatz Drei Annen Hohe, 3 € Parkgebühr, kein Strom, keine V+-E

Noch ist viel los, aber des Nachts waren wir allein.

Auf dem Parkplatz findet sich auch ein Stand mit Erbsensuppe. Wir nehmen unseren Kochtopf mit rüber und bekommen noch einen Extraschlag Erbsensuppe, weil der Betreiber das klasse fand. Später am Abend murmelt meine Schwester Elka beim Zubettgehen: Urlaub! Freiheit!

Am folgenden Morgen erkunden wir die nähere Umgebung zu Fuß und mit dem Fahrrad.

F:\DCIM\100_PANA\P1000758.JPG F:\DCIM\100_PANA\P1000761.JPG Durch den doch recht dunklen Wald fahren wir mit dem Fahrrad nach Elbingerode, der Ort hat aber nichts zu bieten, wir finden noch nicht einmal ein Café. Dann ist es ja gut, dass direkt gegenüber auf unserem Parkplatz ein Hotel ist. Dort gönnen wir uns ein Bier und genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages auf der Terrasse. Wir bleiben noch eine weitere Nacht auf diesem schönen ruhigen Platz.

F:\DCIM\100_PANA\P1000793.JPG Das nächste Ziel ist die „bunte Stadt“ Wernigerode. Durch eine etwas verschlungene Unterführung nähern wir uns dem heutigen Stellplatz. Einmal drauf, und 5 € bezahlt habend, kann man eigentlich stehen solange man will, denn die Schranke öffnet beim Rausfahren automatisch und ein Ticket haben wir bei der Einfahrt nicht bekommen.

 

Stellplatz Wernigerode, 38855 Wernigerode, Am Katzenteich, 5 €, V+E, Strom
Wir bleiben zwei Nächte, stehen relativ ruhig. Bis zum Stadtzentrum sind es ca. 15 Minuten Fußweg.

Mit einer kleinen Bahn fahren wir hinauf zum Wernigerode Schloss und genießen den Ausblick auf die Dächer der Stadt.

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Das Schloss selbst ist unbewohnt und von daher den Touristen zugänglich. Wir werfen einen Blick in den Speisesaal.

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Es ist fürstlich eingedeckt. An Getränken scheinen sie ja früher auch nicht gespart zu haben.

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Es schließt sich ein Stadtbummel an. Wernigerode hat eine reizvolle Altstadt und einen schönen Marktplatz.

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Wir besuchen am nächsten Tag die Bodetal Terme in Thale. Leider findet sich kein Stellplatz und so übernachten wir auf einem Stellplatz hinter dem Hotel „Harzer Land“ in Allrode. Das Hotel ist gut besucht, das Restaurant bietet Platz für 200 Personen. Wir melden uns für das Abendbüffet an, einen eigenen Tisch bekommen wir aber nicht. Wir teilen uns den Tisch mit zwei weiteren Damen. Für 35 € wird den Wohnmobilisten ein attraktives Tagesprogramm geboten. Frühstücks- und Abendbüffet, Saunaoase, Reiten, Fahrräder etc. und Stellplatz inclusive.

F:\DCIM\100_PANA\P1000797.JPG Am Morgen stehen wir alleine. Über Nacht standen hier aber noch zwei weitere Wohnmobile.

Hotel Harzer Land.

Teichstraße 28

06507 Thale OT Allrode

15 € incl. Strom

08. Oktober 16

Es geht wieder kurvig und auf und ab durch den Harz und wir bleiben auf einem CP in Dankerode. Der Platz ist fast leer, wir wollten dringend Gas haben, aber hier gibt es kein Gas. Dabei sind beide Gasflaschen fast leer. Sollte heute Nacht die letzte Gasflasche leer werden, bleiben uns nur dicke Bettdecken und Heizkissen. Strom haben wir ja wenigstens. Kostet wohl nichts, hier ist ja keiner. Am nächsten Morgen kommt aber doch noch der Platzwart und kassiert 16 €. Das Gas hat die Nacht über gehalten, Gott sei Dank.

Komfort Campingplatz Panoramablick, 38456 Dankerode

Der nächste Tag ist ein Sonntag, das Gasproblem nach wie vor ungelöst. Wir fahren deswegen erneut einen Campingplatz mit dem schönen Namen „Am Blütengrund“ in Naumburg an der Saale an. Der freundliche Herr an der Rezeption wechselt beide Gasflaschen aus und wir sind erleichtert. Dann machen wir uns auf zu einer Fahrradtour entlang der Saale.

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Vom Campingplatz zur Saale sind es ca. 100 m. Ein Fährmann sitzt in seinem Boot und wartet auf Gäste. Auf unserer Fahrt haben wir noch zwei weitere Fährmänner gesehen, die wohl überwiegend die Touristen auf die andere Seite der Saale bringen.

Naumburg gehört zu den –noch- am nördlichsten in Deutschland gelegenen Weinanbaugebieten. Das Weinbaugebiet nennt sich Unstrut/Saale. Wir bekommen auch Gelegenheit, zu einer kleinen Wein- bzw. Sektprobe.

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Später fährt Elka zum Womo zurück, da sie uns heute Szegedinger Gulasch kochen will. Ich radele noch eine Stunde weiter und freue mich schon sehr auf das Essen. Als ich dann beim Womo aufkreuze, ist der Herd kalt – KEIN GAS! Ein Womo-Nachbar hilft und entsperrt irgendeinen grünen Riegel. Das Essen gibt es dann später und ich kenne mich wieder ein bisschen besser mit dem Womo aus.

Montag, 10 Oktober 16

Wir fahren in den nahe gelegen Ort Naumburg und besichtigen die wunderschöne Kathedrale dort. Zu einem Einkaufsbummel reicht es auch noch. Nachmittags gehen wir ins Kino. Das Wetter ist mal wieder so lala. Die Sonne zeigt sich nicht so recht auf dieser Fahrt. Ständig nieselt es und einige Touren – z.B. die nach Freyburg- sind schon ins Wasser gefallen.

Stellplatz Naumburg an der Saale, 6 €, Strom extra + V+E

Am nächsten Tag sind wir in Bad Sulza. Ein neu angelegter gemütlicher Stellplatz am Freibad ist unser Zuhause für eine Nacht. Direkt gegenüber befindet sich ein Gradierwerk und wir gehen in die „Zerstäuberhalle“, in der man sich im Halbdunkeln durch Nebelschwaden bewegt und wandern am Gradierwerk entlang. Vorher werden wir noch entsprechend eingekleidet.

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Wortreich verspricht er eine Verjüngung um mindestens 10 Jahre. Hat aber irgendwie nicht geklappt.

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In der örtlichen Therme kann man in der sehr salzhaltigen Sole im Wasser schweben und –wenn der Kopf auf einer Ebene mit dem Wasser ist – Musik hören. Sehr interessant. Auf dem Weg dorthin findet sich hier eine Kopie von Goethes Sommerhaus in Weimar.

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Stellplatz am Gradierwerk, Bad Sulza, 6 € pro Nacht, incl. V+E, Strom extra

Die Zeit ist vorbei. Elka, habe ganz, ganz herzlichen Dank für die schöne Zeit.

Mir bleibt noch das Wochenende und das verbringen Norbert und ich in Barßel, in der Nähe von Bad Zwischenahn. Der Stellplatz begeistert uns, hier kommen wir im nächsten Sommer noch einmal her.

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Stellplatz am Bootshafen, Deichstraße, 26676 Barßel, Deichstraße

6 € pro Nacht, Strom extra, alles da, auch Waschmaschine und Trockner

Mecklenburg Vorpommern und Rügen 2016

Mecklenburg – Vorpommern 2016

Donnerstag,23. Juni

Unser diesjähriges Ziel ist wieder Mecklenburg-Vorpommern, weil es uns im letzten Jahr so gut gefallen hat. Wir kommen am ersten Tag nur bis Verden, da es im Laufe der Fahrt immer heißer wird und uns der Sinn auf ein kühles Bier steht. Dieses finden wir an einem Stand an der Aller und es tut wirklich gut. Wir flüchten uns vor der Hitze erst in die Nikolaikirche und dann in den Verdener Dom. Dort dürfen wir an einer Orchesterprobe teilnehmen, netter Empfang zum Urlaubsstart. Wieder draußen, schlägt die Hitze erbarmungslos zu. Das Thermometer klettert auf 38 0 C. Die verzweifelten Womonachbarn nehmen kalte Fußbäder, bei uns aber wird gegrillt. Nachts erhellen Blitze ohne Ende den Himmel und rauben uns den Schlaf. C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030173.JPG

Conrad-Wode Straße, 27283 Verden /Aller

6 €, gute und bequeme V+E

Freitag, 24. Juni

Das offiziell erste geplante Ziel unserer Reise ist Neukloster in der Nähe von Schwerin. Absolut ruhig gelegen, an einem See. Man kann baden, was ich auch ausgiebig genieße, aber mit dem Fahrrad um den See zu fahren ist ein etwas riskantes Unternehmen. Offiziell ist es auch nicht wirklich gestattet. Es verlockt aber nun einmal, da steht man an diesem schönen See und kann nicht drum herum fahren! Wir begeben uns also auf eine rutschige Tour und schaffen es auch irgendwie. Der Grund, warum diese Strecke nicht saniert wird, ist, wie man uns sagte, dass Bauarbeiter nicht mit dem Auto an den Weg kommen können, und so unterbleibt halt die Sanierung aus Bequemlichkeit.

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030179.JPG Der Stellplatz ist ruhig und gepflegt, die Betreiber etwas wortkarg. Man kann sich den Platz nicht selbst aussuchen, sondern wird eingewiesen, wie auf einem CP.

WomoPark- Neuklostersee

23992 Neukloster

9,50 € pro Nacht

Sonntag, 26. Juni

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030189.JPG Unser nächstes Ziel ist Wustrow, ein Stellplatz primär für Surfer und Kiter und von daher auch etwas unorganisiert – man hilft sich irgendwie, es wird schon passen. Der Blick auf die Ostsee ist fantastisch. Dieses Licht! Diese Klarheit! Seht selbst.

Auf dem Stellplatz selbst wird es dann doch recht eng. Uns bleibt gerade noch einmal ein kleines Fitzelchen Platz vor der Tür.

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030180.JPG Da bleibt nur abhauen. Wir machen uns auf den Fahrradweg nach Ahrenshoop, nur 3 km entfernt. Schöner Weg entlang der Ostsee, aber auch recht stark frequentiert. Zwischendurch fahren wir ein kurzes Stück an der Steilküste entlang. Wunderbare Ausblick C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030194.JPG e.

Die Seebrücke in Ahrenshoop. Ahrenshoop ist einer der schickeren Orte. Viele reetgedeckte Häuser, viele Galerien. Ein Besuch lohnt sich.

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Das Bistro auf dem Stellplatz in Wustrow.

Wustrow Stellplatz am Surfcenter

An der Nebelstation 2

18347 Wustrow

19 € pro Nacht.

Montag, 27. Juni

Ich hätte es mir ja denken können, auf unserem Weg nach Rügen kommen wir auch an dem Städtchen Barth vorbei. Hier waren wir schon im letzten Jahr. Ich wäre ja vorbei gefahren, aber Norbert ist gerne da, wo er schon einmal war und wo er sich auskennt. Was folgt?

Wir machen hier wieder Station, um dann festzustellen, dass sich nichts verändert hat. Barth ist ruhig, klein, die Touristenströme gehen an den Ort vorbei. Wir bekommen den schönsten Platz, direkt am Wasser.

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030199.JPG Die Stadt lässt es sich auch nicht nehmen, eben mal kurz eine Reinigungs-kraft vorbei zu schicken, die unsere „Terrasse“ schrubbt. Ist ja wie im Hotel!

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C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030204.JPG Der nächste Tag wird für eine längere Fahrradtour genutzt. Wir schaffen 50 km in Richtung Stralsund, immer am Bodden entlang. Das Wetter hält, es ist gerade richtig, die Hitze hat nachgelassen.

Norbert schläft nach dieser Tour 3 Stunden und wir schaffen es gerade noch, im Restaurant nebenan etwas zu essen und sind dann um 2 Minuten(!) vor 20.00 Uhr im Gospelkonzert in der Marienkirche.

18356 Barth, Stellplatz am Segler-Verein, 12 € pro Nacht

Donnerstag, 30. Juni

Wir fahren nach Putbus, der weißen Rosenstadt, die sich durch einen Marktplatz mit ausschließlich weißen Häusern und 750 verschieden Rosenarten auszeichnet. Vom Stellplatz kann man so gut wie nicht auf das Wasser sehen, da neu erbaute Stelzenhäuser uns den Blick verstellen.

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Der Platz ist ok, die Fahrradwege sind es auch, immer wieder gibt es die Möglichkeit, in der Ostsee zu baden, habe aber leider den Badeanzug vergessen. Überall stehen wunderschöne reetgedeckte Häuser.

Im-Jaich Wasserferienwelt, Am Yachthafen 1, 18581 Putbus, Lauterbach, 18 € incl. Strom + 3 € Kurtaxe.

Samstag, 2. Juli

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030255.JPG Wir fahren weiter in den östlichen Zipfel von Rügen hinein, weg vom Mainstream, aber Touristen gibt es hier auch genug.

In Reddevitz gibt es eine Brennerei, die man besichtigen kann. Leider, leider ist heute Ruhetag und es gibt nichts zu kosten. Fast alle Familien in Reddevitz heißen Kiesow…..

Wir übernachten auf einer Wiese vor dem Ort Thiessow. Einmal über die Straße gelaufen und schon ist man am Strand, der ist zwar toll, im Waser aber befinden sich jede Menge durchsichtiger Quallen. Pro Schwimmzug eine glibberige Qualle (je).

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Wiese vor Thiessow, Übernachtung 9 €, kein Strom, keine V+E

Montag, 4. Juli

Binz ist unser neues Ziel. Es reiht sich Hotel an Hotel, bombastisch. Am Strand verteilt sich die Menge der Menschen ganz gut. Der kleine Ort selbst quillt aber über vor Touristen, muss man mal gesehen haben.

Unsere erste Tagestour führt uns aber nach Prora, bekannt durch die von Hitler geplante Anlage Kraft durch Freude-KdF. Die Anlage ist 4 km lang und sollte 20.000 treuen Nazis als Ferienort dienen. Genutzt wurde sie jedoch nie für diesen Zweck, sondern stets nur militärisch. Heute sind große Teile zerfallen, die Russen haben wesentliche Gebäude zerstört. An anderer Stelle ist und wird renoviert, das Projekt wird wohl nie enden. Mich graust es vor der Anlage, trotzdem gehe ich dort ins NVA -Museum, was sich auch gelohnt hat.

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Dieser Teil der Anlage des KdF Bads ist renoviert.

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030266.JPG Am nächsten Tag stehen der Baumgipfelpfad in Prora/Binz und die Sandskulpturen in Binz auf unserem Programm. Ich bin begeistert von den Sandskulpturen, haben sie doch in diesem Jahr das Thema Evolution dargestellt.

Das hier ist Linnè, der vor Darwin gelebt und Pflanzen und Tiere systematisiert hat, die sogenannte binäre Nomenklatur.

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030273.JPG Den Nachmittag verbringen wir im Baumwipfelpfad, stetig geht es bergauf, bis wir irgendwann einen tollen Blick auf die Bäume von oben und auf die nähere Umgebung haben.

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Der Stellplatz ist recht groß, hat Platz für 150 Mobile, aber trotzdem ist es recht ruhig, da er gut aufgeteilt ist.

Wohnmobil-Oase Binz, Proraer Chaussee 60, 18609 Binz / Prora, 14 €

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030310.JPG Unser nächstes Ziel ist Altenkirchen im Norden der Insel Rügen. Hier bleiben wir vier Tage. Wir machen eine Fahrradtour nach Glowe, netter Ort, hässlicher Stellplatz (schattig, von zwei Straßen umgeben) und fahren am nächsten Tag mit dem Fahrrad Richtung Kap Arkona. Auf dem Weg dorthin finden wir diesen malerischen Fischerort Vite. Man kommt nur mit dem Fahrrad dort hin.

 

 

 

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Kap Arkona im Hintergrund

Während wir auf dem Stellplatz in Altenkirchen stehen – und eigentlich auch schon vorher – fällt uns auf, dass die Leute unabhängig vom Wetter zum Strand gehen. Das Wetter scheint nicht zu interessieren. Ich überlege noch, Jeans anzuziehen und einen Pullover, aber alle anderen laufen in Strandkleidung herum. Das kann doch nicht sein, hinten am Horizont sind dicke Wolken! Das scheint hier nicht zu interessieren, Wolken kommen und gehen und die Sonne setzt sich immer wieder durch. Es heißt wohl nicht umsonst, dass Rügen die Sonneninsel ist.

Inzwischen bin ich auch soweit und habe mich angepasst: Der Himmel ist verhangen? Macht nichts, Badeanzug an und runter an den Strand. Und es hat immer funktioniert. Im Osten zeigen sich dunkle Wolken?? Was interessiert mich das noch. Die sind gleich wieder verschwunden. Ich verziehe mich nicht mehr in unser Wohnmobil, wie noch zu Anfang. Lohnt sich nicht, 10 Minuten später ist die Sonne wieder da.
Der Stellplatz in Altenkirchen hat auch ein Restaurant. Ich habe vorher im Internet schon gelesen, dass es eine Katastrophe sei. Na ja, machen wir uns selbst ein Bild. Ein älterer Herr nimmt die Bestellung auf und wir bestellen zwei Rotwein und etwas zu essen. Er bringt uns zwei 0,2 Flaschen Wein. Wir wollen den Wein aber nicht aus der Flasche trinken und bitten um Gläser. Daraufhin kommt er mit einem großen Bierglas und will die beiden Weine dort hineinschütten. Wir wollen den Wein aber nicht zu zweit aus diesem großen Bierglas trinken und bitten um Weingläser. Er scheint zu verstehen und kommt mit einem Weinglas wieder zurück an unseren Tisch…..

Am nächsten Abend wollen wir nach dem schlechten Essen und dem komischen Service dann doch lieber selbst grillen. Die Verkäuferin im Supermarkt sagt, sie hätte tolles Gulaschfleisch, daraus könnten wir herrliche Grillspieße machen. Gesagt, getan. Norbert freut sich schon auf unser Mahl, hat er die Spieße doch fachmännisch hergestellt und mit Zwiebeln etc. verfeinert. Doch dann die Enttäuschung:

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Gulaschfleisch geht leider gar nicht, viel zu zäh.

Unser nächster Tagesausflug geht nach Wiek, ein Traumort für Kiter und Surfer.

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Der Stellplatz in Altenkirchen ist ruhig, zum Wasser muss man ca. 30 Treppenstufen hinunter steigen, die Parzellen sind großzügig aufgeteilt, der Strand ist mittelmäßig, es stinkt nach Tang, irgendwie ist alles ungepflegt. Mit Sicherheit keiner der Promobilplätze 2016.

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Knaus Reisemobilhafen Rügen, Zittkower Weg 30, 18556 Altenkirchen/ Drewoldke, 21,50 €

Einmal ein paar Worte zur Arbeitsaufteilung an Bord:

Ich überlege mir Ziele und Routen, koche und mache halt die typischen Frauenarbeiten, das ist mein Anteil. Norbert fährt die von mir ausgesuchten Ziele an und kümmert sich um den ganzen Rest. Er holt die Fahrräder runter und achtet darauf, dass die Batterien geladen sind. Wie eine Diva setze ich mich dann darauf und geruhe zu radeln. Er kümmert sich um die Wasser- und Abwasserver- und –entsorgung. Mit der Stromversorgung habe ich auch nichts zu tun. Alles erledigt er mit einer stoischen Ruhe und Zuverlässigkeit. Ich habe es hier wirklich gut!

Freitag, 8. Juli

Die Sonne scheint, der Strand lockt, mir ist nach zwei Tagen rumfaulenzen, in der Sonne liegen, Bücher lesen, das volle Urlaubsprogramm für Faule. Als Lektüre habe ich mir Ken Follet ausgesucht, Winter der Welt, 1034 Seiten. Mit Sonnenschirm und Strandmuschel ausgerüstet, begeben wir uns an den tollen Sandstrand von Dranske. Wir liegen in den Dünen- völlig ungestört, viel los ist hier nicht – es scheint auch ein FKK –Platz zu sein. Bei fast kompletter Windstille kann der Skipper des vorbeisegelnden Schiffes auch schon mal alle Segel hissen.

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C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030358.JPG Der Himmel ist wirklich so blau. Und auch abends macht sich der Platz nicht schlecht.

Seestraße 39, 18556 Dranske, 15,60 € + 2 € Kurtaxe pro Person

Wir haben von Rügen erst einmal genug gesehen. Mit der Wittower Fähre fahren wir Richtung Stralsund.

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C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030371.JPG Die Fähre ist voll. Na gut, in 20 Minuten geht die nächste.

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C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030374.JPG Stralsund Alter Markt Am Hafen

Im Hafen liegt das Museumsschiff Gorch Fock II

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Der Stellplatz in Stralsund ist angenehm, ruhig und 2 km von der Altstadt entfernt.

Caravanstellplatz An der Rügenbrücke, Werfstraße 9, 18439 Stralsund, 15 €

Samstag, 16. Juli

C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030396.JPG Unsere letzte Station auf dieser Reise ist Pepelow. Wir wollten zwar nach Wismar, aber dort ist – einmal wieder – kein Platz für uns frei. Pepelow war auch schon im letzten Jahr die Ausweichstation. Der Kreis schließt sich, morgen geht es zurück nach Hause. Und jetzt regnet es auch….

18233 Pepelow, Seeweg 1, 30,50 C:\Users\Elsa\Pictures\Sommer_2016\P1030394.JPG € ( da auf dem CP)

Bad Zwischenahn, Timmel und Aurich 2015

Herbstreise Elka

Montag, 25.10.2015

Den zweiten Teil der Herbstferien verbringe ich mit meiner Zwillingsschwester Elka. Es fängt nicht besonders gut an. Unser Treffpunkt ist Bad Zwischenahn, sie kommt aus Goslar angereist und ich aus Wittmund. Morgens geht bei mir die Heizung nicht, das Wohnmobil ist und bleibt kalt. Irgendwie klappt es dann aber doch mit der Heizung, aber ich bin schon ziemlich aufgelöst. Meine Schwester steckt auf der Autobahn im Stau und verspätet sich um vier Stunden. Wir erhalten noch einen netten Besuch, genießen dann ein schönes Essen und fahren am nächsten Morgen erst einmal mit dem Fahrrad um den See. Bad Zwischenahn ist ein netter Ort, überschaubar, viele Geschäfte, auch unmittelbar in Wohnmobilstellplatznähe. Der Stellplatz allerdings ist unruhig, die Parkbuchten sind relativ klein, ständig ist Bewegung auf dem Platz.

Stellplatzinfos:

Am Badepark, 26160 Bad Zwischenahn

8,50 €, 2 € Kurtaxe, Strom: 1 € 2kw/h.

Mittwoch, 27.10.

Nach einer privaten Übernachtung in Oldenburg machen wir uns auf, um Timmel kennenzulernen. Wir waren dort schon einmal mit einem Charterboot und der Schleusenwärter damals wollte uns nur durch die Schleuse lassen, wenn uns ein passendes Wort auf „Timmel“ einfiele. Wie gut, dass wir auf „Himmel“ gekommen sind….. Der Stellplatz liegt recht nahe an der Straße, deswegen ziehen wir heute Nacht den Campingplatz vor. Dort ist fast Saisonende, nur hin und wieder sehen wir eine verlorene Seele, und auch auf den Stellplätzen (es gibt zwei) findet sich nur ein einziges Wohnmobil.

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Der Timmeler Strand. Von hier aus geht es dann für die Boote über diverse Kanäle weiter, z.B. Richtung Emden. Alles ist leicht nebelig verhangen, es ist halt Oktober.

Stellplatzinfos:

Zur Mühle 13

26629 Großefehn – Timmel

6,50 € pro Tag, Campingplatz: 18 €

Donnerstag, 28.10

Wir fahren nach Aurich, bleiben auf dem Stellplatz „ de Baalje“ am Hallenbad. Hier steht man gut. Es ist auch hier sehr ruhig, nur drei Mobile finden sich auf dem Platz. Elka geht – wie jeden Morgen – erst einmal eine Stunde walken. Das trifft sich gut, bleibt mir doch dann Zeit, das Womo aufzuräumen und das Frühstück vorzubereiten.

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Dat Pingelhus, (ostfriesisch für: das Klingelhaus) Hier klingelten früher die Fischer, wenn sie im Hafen angelandet waren. Im Hintergrund das Haus der Ostfriesischen Landschaft, verantwortlich für Kunst- und Kulturbetrieb in Ostfriesland.

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Der Stellplatz in Aurich. Liebevoll gemacht, Platz für 20 Mobile

Freitag, 29.10

Bitte schön, dass Frühstück ist gerichtet.

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Und auch für das leckere Abendessen sorgt Elka. Morgen fahren wir weiter nach Bad Zwischenahn.

Stellplatzinfos:

Tannenbergstraße

26603 Aurich

9 € pro Nacht, Strom: 1 €/ kw/h, V+E

Samstag, 30.10.

Der Kreis schließt sich. Wir sind wieder in Bad Zwischenahn, genießen noch ein Wellnessprogramm, schlafen gut, lassen uns morgens um 8.00 Uhr von den Kirchenglocken wecken. Aber wir wollten ja sowieso früh aufstehen….

Vielen, herzlichen Dank, liebe Elka, für die schönen und erholsamen Tage!

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